Forscher: AfD-Regierung würde Wirtschaft in Sachsen-Anhalt bremsen
»Fremdenfeindliche Politik ist schlecht für die Wirtschaft«, sagte der Wissenschaftler. Vorläufige Schätzungen zeigten, dass das Wirtschaftswachstum in Sachsen-Anhalt um etwa ein halbes bis ein Prozent pro Jahr sinken könnte.
Jeder fünfte Arzt kommt aus dem Ausland
Allerdings würden die Menschen die AfD ohnehin nicht wegen ökonomischer Sachargumente wählen. »Die Menschen hier wollen zurück in eine Welt, die es nie gab«, sagte Gropp. »Eine ideale deutsche Welt mit nur Blauäugigen und Blonden auf der Straße, dem kleinen Tante-Emma-Laden in jedem Dorf und so weiter.«
Gropp sagte, das derzeitige Wirtschaftswachstum in Sachsen-Anhalt gebe es durch Zuwanderung. Die Zahl deutscher Beschäftigter sei rückläufig, da mehr von ihnen in Ruhestand gingen als nachkämen. »Wir können den Mehrwert, den Zuwanderer kreieren, nach bestimmten Jobs und Branchen sortieren«, so Gropp. »Dieser Mehrwert würde dann wegfallen.«
Betroffen seien viele Branchen. Der Anteil von Einwanderern in der Pflege sei in Sachsen-Anhalt zwar relativ gering. Hoch sei er mit 33 bis 40 Prozent dagegen in der Lebensmittelherstellung, im Baugewerbe, in der Gastronomie und in der Logistik. Zudem würden rund 20 Prozent aller Ärzte aus dem Ausland kommen.
Einer Umfrage des Instituts Insa zufolge kann die AfD bei der Wahl am 6. September mit 42 Prozent der Stimmen rechnen. Die CDU käme auf 22 und die Linkspartei auf 13 Prozent. SPD, Grüne, FDP und BSW kommen unter Berücksichtigung der Fehlertoleranz bei Umfragen jeweils auf um die fünf Prozent. Blieben sie unter der Marke, wären sie nicht im neuen Landtag vertreten. Die AfD strebt eine Alleinregierung an.
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