DAX +0,15 % 25.410,84 Pkt 18:00:00 MDAX +0,67 % 30.287,68 Pkt 18:00:00 Euro Stoxx 50 +0,79 % 6.116,23 Pkt 18:00:00 Dow Jones -0,96 % 52.361,58 Pkt 21:43:41 S&P 500 +0,17 % 7.676,77 Pkt 21:43:43 Nasdaq +0,62 % 26.169,38 Pkt 22:15:59 Nikkei -0,80 % 62.189,65 Pkt 07:45:03 Gold -0,31 % 4.025,90 USD 23:58:31 Silber -0,68 % 53,97 USD 23:58:20 Brent -0,42 % 110,28 USD 23:57:20 WTI -0,39 % 101,36 USD 23:57:49 Bitcoin -0,40 % 79.703,91 USD 00:08:30 EUR/USD -0,39 % 1,11770 USD 00:07:43 EUR/GBP +0,05 % 0,83750 GBP 00:08:30 EUR/CHF +0,49 % 0,92450 CHF 00:08:31 EUR/JPY +0,21 % 175,959 JPY 00:08:30

Forscher berichtet von neuer Dimension der KI - Lanz: "Das ist ja krass"

Technologie

Forscher im Bereich der Künstlichen Intelligenz warnen bereits seit Längerem vor der sogenannten Super-KI. Doch bereits jetzt birgt die Künstliche Intelligenz reale Risiken, vor allem durch gezielten Missbrauch sowie durch unkontrolliertes, autonomes Verhalten der Systeme selbst. Markus Lanz nahm dies zum Anlass, am Dienstagabend in seiner Sendung über die Frage zu diskutieren, ob die Künstliche Intelligenz eine Gefahr für die Menschheit darstellen könnte.

Eine TV-Nachlese

von Natascha Wittmann

Diese TV-Nachlese gibt die persönliche Sicht von Natascha Wittmann auf die Sendung wieder. Sie basiert auf eigenen Eindrücken und ordnet das Geschehen journalistisch ein. Informiere dich, wie unsere Redaktion mit Meinungen in Texten umgeht.

Die Gäste

Hans Uszkoreit: Informatiker und KI-Forscher

Christoph Schell: Manager und CEO der KUKA Group

Alena Buyx: Ethikerin und Münchner Professorin für Medizinethik und Gesundheitstechnologien

Sascha Lobo: Digitalexperte und Bestsellerautor

Der besondere Moment

Markus Lanz blickte am Dienstag auf das Potenzial der Künstlichen Intelligenz sowie die damit einhergehenden Risiken. Von Informatiker Hans Uszkoreit, der seit 40 Jahren im Bereich der KI forscht, wollte Lanz konkret wissen: "Welcher Entwicklungsschritt hat Sie zuletzt wirklich überrascht?" Uszkoreit reagierte nachdenklich und offenbarte, dass die Künstliche Intelligenz inzwischen "eine ganz andere Dimension" erreicht habe und "eine ganz andere Wende genommen hat, als wir ursprünglich dachten".

Uszkoreit erklärte, dass die KI nicht mehr als "künstlich" bezeichnet werden könne, denn: "Die jetzige Künstliche Intelligenz ist wirklich superintelligent – viel intelligenter noch, als die meisten im Moment glauben." Als Lanz skeptisch reagierte, ergänzte der Informatiker: "Wenn man mit den Mitteln der Intelligenzmessung rangeht, [...] dann schlägt die KI die Menschen in den Kernbereichen der Intelligenz bereits bei Weitem." Eine Aussage, die Lanz sprachlos machte: "Das ist ja krass, was Sie da gerade erzählen."

An den Umfragen des Meinungsforschungsinstituts Civey kann jeder teilnehmen. In das Ergebnis fließen jedoch nur die Antworten registrierter und verifizierter Nutzer ein. Diese müssen persönliche Daten wie Alter, Wohnort und Geschlecht angeben. Civey nutzt diese Angaben, um eine Stimme gemäß dem Vorkommen der sozioökonomischen Faktoren in der Gesamtbevölkerung zu gewichten. Umfragen des Unternehmens sind deshalb repräsentativ. Mehr Informationen zur Methode finden Sie hier, mehr zum Datenschutz hier.

Als es um die möglichen Gefahren der KI ging, stellte Hans Uszkoreit klar, dass der Mensch als solcher kaum noch die Kontrolle hätte: "Die Sicherheit kommt nur durch Technologie selbst. Das heißt, wir müssen die richtige Technologie haben, die die Sicherheit hervorbringt." Lanz warnte, dass dies nicht ohne Folgen sei: "Wenn sich so eine neue Technologie etabliert, dann zahlen wir auch erst mal einen Preis. [...] Da werden schlimme Dinge passieren!" Uszkoreit nickte: "Wir hoffen, dass wir in der Künstlichen Intelligenz rechtzeitig anfangen können, diese sicheren Systeme zu bauen, damit keine Kinder in den Brunnen fallen."

Der Erkenntnisgewinn

Ethikerin Alena Buyx glaubte in Bezug auf die KI: "Man lebt in zwei Welten." Laut Buyx gebe es durchaus "gute und verantwortliche KI-Entwicklung gerade in der Medizin", aber gleichzeitig gebe es "in der letzten Zeit [...] relativ katastrophale Untergangsszenarien", die beschrieben werden. Lanz konterte mit ernstem Blick: "Relativ können wir weglassen!"

Buyx stimmte zu: "Da fallen schon Kinder in den Brunnen – jetzt gerade." Die Ethikerin mahnte: "KI soll das Leben von Menschen besser machen und nicht schlechter. Aber das sind echte Gefahren." Man habe es "hier mit einem Bereich zu tun, wo es tatsächlich ganz wenig an Beschränkungen gibt", erklärte sie. "Das macht mir einfach große Sorge, denn ich will die Vorteile für uns nutzen."

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Digitalexperte Sascha Lobo warnte zwar vor "blanker Panikmache", doch auch er musste zugeben: "Wir sehen tatsächlich eine Zunahme der Fähigkeiten und der Macht bei KI, die [...] mindestens eindrucksvoll ist." Auch Manager Christoph Schell schien zwiegespalten und gab zu bedenken: "Technologie ist im Ursprung neutral. Technologie ist nicht negativ oder positiv. Sie ist da und sie versucht, Missions auszuführen. Es liegt an uns, das zu definieren." © 1&1 Mail & Media/teleschau

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