Forscher finden heraus: Teenies, die Proteine frühstücken, essen weniger Zucker
TTS-Player überspringen↵Artikel weiterlesen Ein Frühstück kann den Unterschied machen: Jugendliche, die morgens regelmäßig essen, greifen später am Tag häufiger zu gesünderen Lebensmitteln. Das zeigt eine neue Studie, die auf der Jahrestagung der American Society for Nutrition in Washington vorgestellt wurde. Ernährungswissenschaftler der University of Texas in Austin (USA) untersuchten dafür 128 Jugendliche und junge Erwachsene im Alter von 14 bis 21 Jahren. Alle hatten eines gemeinsam: Sie ließen das Frühstück an mindestens sechs Tagen pro Woche ausfallen. Die Teilnehmer wurden für die Studie zufällig in drei Gruppen eingeteilt. Eine Gruppe aß sechs Monate lang täglich ein ausgewogenes Frühstück, eine zweite ein besonders proteinreiches Frühstück. Die dritte Gruppe verzichtete weiterhin auf die erste Mahlzeit des Tages. Protein-Frühstück senkt Zucker-Konsum Für die Frühstücksgruppen stellten die Forscher Mahlzeiten mit für die USA typischen Gerichten bereit. Dazu gehörten u. a. Porridge, Burritos, Quesadillas, Eierspeisen und Smoothies . Die ausgewogenen Frühstücke enthielten rund 15 Gramm Protein, die proteinreichen Eierspeisen etwa 30 Gramm. Das Ergebnis: Jugendliche, die frühstückten, nahmen insgesamt nicht mehr Kalorien zu sich als die Frühstücksverweigerer. Trotzdem trafen sie im Tagesverlauf häufiger gesündere Essensentscheidungen. Denn: Wer morgens aß, konsumierte weniger Desserts, Süßigkeiten und Bonbons. Besonders deutlich war der Effekt bei den Teilnehmern mit dem proteinreichen Frühstück. Sie nahmen weniger zugesetzten Zucker zu sich als die anderen beiden Gruppen. Auch bei wichtigen Nährstoffen schnitten die Frühstücksgruppen besser ab. Sie nahmen laut den Forschern mehr Ballaststoffe, Eisen, Zink und Cholin auf. Forscher wollen Essverhalten weiter untersuchen „Unsere Ergebnisse deuten darauf hin, dass das Hinzufügen eines Frühstücks, insbesondere eines proteinreichen Frühstücks, ein wirksamer Weg sein könnte, die Nährstoffaufnahme und die Qualität der Ernährung bei Jugendlichen zu verbessern“, betont Studienleiterin Emma Brown, Doktorandin an der University of Texas. Jetzt wollen die Wissenschaftler untersuchen, ob ein proteinreiches Frühstück sogar die Gedanken an Essen und Heißhunger beeinflussen kann. Die vorgestellten Ergebnisse gelten zunächst als vorläufig, bis sie wissenschaftlich begutachtet in einer Fachzeitschrift veröffentlicht werden.