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Forscher liefern direkten Beweis

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Jahrmillionen alter Streit entschieden: T. rex war Warmblüter – und jagte wohl flinker als gedacht

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Dank des Zahnschmelzes eines Dinosaurier-Skeletts wissen Forschende nun: Der T. rex hatte eine andere Körpertemperatur als erwartet.

Los Angeles – Ein Forschungsteam der University of California in Los Angeles (UCLA) hat mit einer Zahnschmelz-Analyse des berühmten T.-rex-Skeletts „Thomas“ eine der hartnäckigsten Debatten der Paläontologie entschieden: Der Tyrannosaurus rex war demnach ein Warmblüter.

Die Studie, veröffentlicht im Fachjournal Science Advances, liefert damit den bislang direktesten chemischen Beleg für eine These, die in der Wissenschaft zwar schon länger diskutiert wurde, aber nie so eindeutig belegt war. Demnach war der König der Dinosaurier kein träger Sonnenanbeter, der auf Betriebstemperatur warten musste, sondern ein energiegeladenes Raubtier – oder Aasfresser.

Zahnschmelz von Skelett verrät Geheimnis des Tyrannosaurus Rex

„Thomas“ ist ein zu rund 70 Prozent erhaltenes Skelett in der großen Dinosaurierhalle des Natural History Museum of Los Angeles County. Für die Analyse durfte das Team um Randon Flores Zahnschmelz-Proben aus zwei seiner Zähnen entnehmen. Zahnschmelz eignet sich dafür besonders gut: Er besitzt extrem widerstandsfähige Strukturen und widersteht chemischen Veränderungen durch die Umwelt über Jahrmillionen besser als jeder andere Skelettteil, wie Mitautor Robert Eagle von der UCLA erläuterte.

Die Forschenden suchten nach chemischen Bindungen zwischen bestimmten Kohlenstoff- und Sauerstoffvarianten. Deren Anzahl steigt bei niedrigen Temperaturen und sinkt bei hohen – ein Warmblüter weist also weniger solcher Bindungen auf als ein Kaltblüter.

T. rex war ein Warmblüter, ähnlich wie ein heutiger Elefant

Das Ergebnis: Der T. rex hatte eine Körpertemperatur von rund 36 Grad Celsius. Das entspricht in etwa jener heutiger Elefanten. Zum Vergleich: Beim Menschen sind es etwa 37 Grad, bei Vögeln meist 40 bis 43 Grad. Vor rund 66 Millionen Jahren war der T. rex damit in der Lage, im größten Teil des nordamerikanischen Paläokontinents zu leben – einschließlich der höchsten und kältesten Breitengrade.

Wechselwarme Tiere, deren Muskel- und Nervenaktivität direkt von der Außentemperatur abhängt, sind bei Kälte deutlich im Nachteil: Sie müssen oft erst ausgiebig in der Sonne liegen, bevor sie überhaupt aktionsfähig sind. Der T. rex kannte dieses Problem nicht. Das Forschungsteam geht davon aus, dass er als recht flinker Räuber oder Aasfresser unterwegs war. Einen Vorteil hat der wechselwarme Lebensstil allerdings: Solche Tiere kommen mit weit weniger Nahrung aus als gleichwarme. (Quelle: dpa)

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