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Forscher machen bemerkenswerten Fund in einem 125 Millionen Jahre alten Muschel-Fossil

Wissenschaft

Forscher haben in Süßwassermuscheln aus der frühen Kreidezeit Embryonen und Larven im Bereich der Kiemen nachgewiesen. Die Tiere lebten vor mehr als 125 Millionen Jahren. Damit reicht der direkte Beleg für elterliche Fürsorge bei Schalentieren deutlich weiter zurück als bisher bekannt. Wie aus einer Pressemitteilung der University of Portsmouth hervorgeht, ist der Fund auch deshalb bemerkenswert, weil nicht nur die Schalen erhalten geblieben sind. Im Inneren fanden sich zudem Weichteile und Strukturen des Fortpflanzungssystems. Solche Gewebe zerfallen normalerweise rasch nach dem Tod und werden nur in Ausnahmefällen fossil überliefert. 125 Millionen Jahre alte Fossilien zeigen erstaunlich frühe Brutstrategie Im Mittelpunkt der Studie steht die fossile Süßwassermuschel Margaritifera Valdensis, die mit den heutigen Flussperlmuscheln verwandt ist. Das Team identifizierte mehrere Entwicklungsstufen – von sehr frühen, quasi embryonalen Zellen bis hin zu weiter entwickelten Larven. Wie die Pressemitteilung der University of Portsmouth berichtet, deutet dies auf eine bereits damals ausgeprägte Fortpflanzungsstrategie hin. Die Forscher entdeckten außerdem winzige mineralische Ablagerungen in den Kiemen. Diese könnten als Kalziumspeicher gedient haben, damit die Jungtiere ihre Schalen aufbauen konnten. Die Arbeit wurde in „Scientific Reports“ veröffentlicht. ANZEIGE ANZEIGE Dinosaurier, Blütenpflanzen, Asteroid: Das war die Kreidezeit Die Kreide war der jüngste Abschnitt des Erdmittelalters und dauerte von vor rund 145 bis vor etwa 66 Millionen Jahren. Mit etwa 80 Millionen Jahren ist sie die längste Periode des Mesozoikums. In dieser Zeit zerfiel der Großkontinent Gondwana weiter. Afrika, Südamerika, Australien, Antarktika und Indien trennten sich zunehmend voneinander. Das Klima war meist warm, die Pole waren eisfrei und der Meeresspiegel lag sehr hoch. Erst gegen Ende der Kreidezeit kühlte sich das Klima wieder ab. An Land dominierten weiterhin die Dinosaurier. Zugleich entwickelten sich die ersten Säugetiere und Blütenpflanzen breiteten sich aus. Das Ende der Kreidezeit ist durch ein weltweites Massenaussterben gekennzeichnet. Lange galt der Einschlag eines Asteroiden auf der Halbinsel Yucatán als wichtigste Ursache dafür, doch diese Annahme wurde mittlerweile durch Studien widerlegt. Forschende diskutieren zudem starken Vulkanismus als weiteren Auslöser.

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