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Fortuna Düsseldorf: F95 gewinnt bei Preußen Münster mit 2:1

Sport

Hätte Alexander Ende ehrlich auf die Frage nach dem Aussehen seines aktuellen Seelenlebens antworten müssen, hätte er gewiss nicht leugnen können, in den vergangenen Tagen einen nochmal größeren Druck verspürt zu haben als ohnehin schon. Zum einen wurde dem Trainer von Drittligist Fortuna diese Frage im Vorfeld der Partie bei Preußen Münster allerdings nicht gestellt, und zweitens hätte er vermutlich nach Ausflüchten gesucht. Kostenpflichtiger Inhalt Umso bemerkenswerter war, wie gelassen und energetisch er sich vor der Rückkehr an seine alte Wirkungsstätte zumindest in der Öffentlichkeit präsentierte. Zumal, da nach dem enttäuschenden 2:2 gegen den SC Verl am Wochenende erstmals „Ende-raus“-Rufe durch die Arena geschallt waren.

Am Montag hatte es mehrere Gespräche – sowohl auf Ebene der Vereinsführung als auch zwischen Management, Trainer und Spielern – über die aktuelle Situation gegeben. Mit dem Ergebnis, dass sich an der allgemeinen klubinternen Haltung nichts änderte: In Münster mussten nach dem rätselhaften Leistungseinbruch zur Mitte der Verl-Partie im Grunde zwingend drei Punkte her. Und dieses Unterfangen klappte tatsächlich. In allerletzter Sekunde schoss der eingewechselte Eric Hottmann die Düsseldorfer zu einem hart erkämpften, aber nicht unverdienten 2:1-Sieg. Damit rettete er nicht nur sein Team, sondern wahrscheinlich auch seinen Trainer.

Seine Startelf veränderte Ende im Vergleich zum Wochenende auf lediglich zwei Positionen: Elias Egouli kehrte nach abgesessener Sperre ebenso in die Anfangsformation zurück wie Matthias Zimmermann. Lukas Bornschein und Steven van der Sloot saßen zunächst auf der Bank, selbiges galt auch für Hottmann. Für ihn war das jedoch eine erfreuliche Nachricht, nachdem er gegen Verl aus Krankheitsgründen kurzfristig ausgefallen war. Doch sein vorsichtiger Trainingsversuch am Dienstag warf ihn offensichtlich nicht zurück, sodass der ehemalige Regensburger zumindest mit ins Münsterland gereist war. Wie schon am Sonntag fehlten Fortuna seine Qualitäten in puncto Abschluss und Geradlinigkeit allerdings auch beim Mitabsteiger.

Die Ende-Truppe dominierte den ersten Durchgang über weite Strecken zwar erneut, entwickelte aber kaum ernsthafte Torgefahr. Und das, obwohl die defensive Fünferkette der „Adlerträger“, die sich größtenteils aufs Verteidigen verlegten, immer wieder gewaltige Lücken offenbarte – und mitunter große Räume in ihrem Rücken öffnete. Doch spätestens, wenn sich Fortuna in den Strafraum der Hausherren durchspielte, traf sie durchweg falsche Entscheidungen. Mal stimmten die Laufwege nicht, mal wusste die rechte Hand nicht, was die linke tat, und mal blieb sie am einzig noch verbliebenen Verteidiger hängen.

Es dauerte mehr als eine halbe Stunde, ehe die Düsseldorfer ihren ersten nennenswerten Abschluss zuwege brachte, und das auch nur aus der Entfernung. Nach einer etwas unkoordiniert anmutenden Kombination über Elias Egouli und Anas Slimani gelangte der Ball zu Andreas Müller. Der zentrale Mittelfeldspieler zog einfach mal ab, doch sein strammer Schuss strich ganz knapp links am Ziel vorbei. Ein paar Minuten vor der Pause gab es dann eine Szene, die den Auftritt der Ende-Truppe bis dahin gut zusammenfasste: Sie war mal wieder im Strafraum der Münsteraner und gar nicht weit weg von der Linie, doch Fabian Schleusener und Philipp Förster standen sich selbst im Weg.

Zur Pause nahm Ende dann den ersten Wechsel vor. Der gelbvorbelastete, bis dahin aber fleißige Elias Arden blieb in der Kabine, für ihn übernahm Marcel Benger. Dass Münster ein paar Minuten später in Führung ging, lag jedoch nicht an diesem Tausch, sondern an einer Fehlerkette. Erst ließen sich Tim Oberdorf und Zimmermann auf der Außenbahn zu einfach düpieren, und dann verteidigte Erik Wekesser im Zentrum viel zu nachlässig gegen Felix Higl. So war es für den Preußen-Stürmer keine große Herausforderung, den Ball ins Netz zu köpfen. Doch die Düsseldorfer kamen relativ zügig zurück: Eine Stunde war auf der Uhr, als Müller einen Slimani-Querpass am zweiten Pfosten zum 1:1 ins Tor grätschte.

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