Fortuna Düsseldorf: Kastenmeier knöpft sich Suso auf Instagram vor
Fünf Wörter und eine Botschaft, die sicherlich auch beim Fortuna-Tross ein Thema sein wird, wenn sich die Spieler und das Trainerteam am frühen Samstagmorgen zum Trainingslager nach Österreich aufmachen. Den Verantwortlichen um Sportvorstand Samir Arabi gelang es, kurz vor Abreise in Richtung Bad Leonfelden noch zwei Transfers abzuwickeln, die am Freitagabend verkündet wurden. Felix Meiser wechselt vom FC Augsburg nach Düsseldorf, Sima Suso zieht es wiederum nach zwei Wochen, die er aufgrund einer Krankmeldung im Fortuna-Training fehlte, zum FCA. Zweifelsohne war der Wechsel von Meiser der geräuschlosere. Allerdings ließen nicht nur zahlreiche Fortuna-Fans ihrem Frust über die Art und Weise des Suso-Abgangs freien Lauf – auch Florian Kastenmeier meldete sich kurz nach der Vollzugsmeldung und knöpfte sich seinen Ex-Teamkollegen mit einer kurzen und knappen Botschaft verbal vor. Um kurz nach 19 Uhr am Freitagabend stellte Fortuna gleich zwei Meldungen auf der Website online – die beiden Botschaften lassen sich auf „Meiser kommt, Suso geht“ herunterbrechen. Natürlich wurden beide Personalien auch entsprechend in den sozialen Medien verarbeitet, um dort die Fans auf dem Laufenden zu halten. Nicht nur war auffällig, dass die Mitteilung zur Meiser-Verpflichtung deutlich länger ausfiel. Die Reaktionen unter den Verkündungen hätten unterschiedlicher kaum ausfallen können. Die Fortuna-Fans freuen sich weitgehend auf Innenverteidiger-Talent Meiser. Unter dem Post zum Suso-Abgang hagelte es hingegen Spott, Verärgerung und auch einige hämische Bemerkungen. Der Hintergrund: Kostenpflichtiger Inhalt Der 21-Jährige meldete sich vor der Leistungsdiagnostik vor knapp zwei Wochen ab, reichte eine Krankmeldung ein. Hinter den Klubmauern entstand schnell der Verdacht, dass Suso auf diesem Wege versuchen wollte, einen Wechsel zu erzwingen. Das war natürlich zuletzt ein großes Thema in der Anhängerschaft, ließ aber auch Ex-Kapitän Florian Kastenmeier offensichtlich nicht kalt. Knapp eine halbe Stunde nach Veröffentlichung des Instagram-Posts kommentierte er: „Trotz Krankmeldung Medizincheck bestanden.. krass.“ Mittlerweile ist der Kommentar gelöscht. Suso und Kastenmeier liefen in der abgelaufenen Saison Seite an Seite auf, standen unter anderem beim 0:3 in Fürth gemeinsam in der Startelf. Beide Spieler haben sich nach dem Abstieg dazu entschieden, einen neuen Karriereweg einzuschlagen. Die wertschätzenden und positiven Reaktionen auf den Kastenmeier-Seitenhieb in Richtung seines mehrjährigen Mitspielers zeigen aber, dass es durchaus unterschiedliche Wege gibt, sich bei einem Klub zu verabschieden. Zwar gab es auch kritische Stimmen, weil sich Kastenmeier bei seiner Entscheidungsfindung mehrere Wochen Zeit ließ. Noch ist weiterhin nicht klar, für welchen Klub der 29-Jährige in der bevorstehenden Spielzeit aufläuft. Dass der gebürtige Regensburger den Verein im Herzen trägt, das hat dabei niemand angezweifelt. Dass er sich auch nach Ende seiner Anstellung bei Fortuna intensiv mit dem Klub auseinandersetzt, zeigt der Kommentar in Richtung Suso ebenfalls. „Als ob wir das gebraucht hätten, lieferst du uns einen weiteren Grund, warum du uns fehlen wirst“, „Einer von uns“, „10/10 Seitenhieb“ und „Du sprichst aus, was viele denken“ lauteten einige der Kommentare unter der Kastenmeier-Reaktion. Vielsagend auch die Gedanken zweier Fans – „daran erkennt man, was in der letzten Saison abging intern“ und „Sagt wohl einiges über die Saison aus“. Während die „neue“ Fortuna unmittelbar vor einem zentralen Teil der Sommervorbereitung steht, geht es innerhalb der Abstiegsmannschaft zumindest online noch weiter heiß her.