Frankfurt am Main An Malaria erkrankte Person gestorben
Nachdem in Frankfurt zwei neue Malaria-Fälle aufgetreten waren, ist eine der beiden erkrankten Personen gestorben. Das teilte das Gesundheitsamt am Donnerstag mit.
Es handelt sich demnach um eine der beiden Personen aus dem Stadtteil Schwanheim, die in unmittelbarer Nähe des Frankfurter Flughafens lebten. Am Dienstag hatte die Stadt von zwei Malaria-Fällen in dem Stadtteil berichtet. Beide hatten zuvor weder ein Malaria-Endemiegebiet bereist noch am Flughafen gearbeitet.
Ob es sich bei den Infizierten um Männer oder Frauen handelt, wurde nicht bekanntgegeben. Auch zum Zustand der zweiten Person wurde nichts mitgeteilt. Laut Gesundheitsamt befanden sich beide Erkrankte in stationärer Behandlung. Nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) lebten die Betroffenen in unterschiedlichen Haushalten.
Gesundheitsamt vermutet eingeschleppte Mücke
Die zwei Fälle in Schwanheim traten im Umkreis von fünf Kilometern um den Frankfurter Flughafen auf. "Mücken, die über den Flughafen nach Frankfurt kommen, können sich über mehrere Kilometer bewegen", erläuterte der Leiter des Gesundheitsamtes, Peter Tinnemann, am Dienstag gegenüber der hessenschau.
"In diesem Fall gehen wir davon aus, dass eine Mücke mit großer Wahrscheinlichkeit so weit geflogen ist und dann die beiden erkrankten Personen infiziert hat", sagte Tinnemann.
Bislang keine weiteren Fälle gemeldet
Wie das Gesundheitsamt am Donnerstag weiter mitteilte, wurden seit Anfang der Woche keine weiteren Malaria-Fälle in Frankfurt gemeldet. Trotzdem rief das Amt Bürgerinnen und Bürger, die in der Nähe des Flughafens leben oder arbeiten, zu erhöhter Aufmerksamkeit auf: Bei Beschwerden sollten sie ärztlichen Rat einholen und auf ihren Wohnort hinweisen.
Ärzte sollen laut Gesundheitsamt bei Patienten mit unklarem Fieber in Frankfurt eine mögliche Malaria-Erkrankung in Betracht ziehen. Das gelte vor allem für Menschen, die in der Nähe des Flughafens leben oder arbeiten.
Dritter Malaria-Todesfall in Frankfurt