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Frankfurt: Bundesbank streicht Konten: 21.000 Menschen betroffen

Wirtschaft

21.000 Betroffene

Bank mit Sitz in Frankfurt kündigt Tausende Konten und Depots

Von t-online, dpa

12.08.2026 - 10:31 UhrLesedauer: 1 Min.

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Die Frankfurter Notenbank beendet ein Privileg, das Mitarbeitern und Pensionären auf Lebzeiten zustand. Laut "Handelsblatt" sind rund 21.000 Konten betroffen.

Die Deutsche Bundesbank stellt das kostenlose Mitarbeitergeschäft mit Girokonten und Wertpapierdepots ein. Eine Sprecherin der Notenbank mit Sitz in Frankfurt sagte dazu: "Wir können bestätigen, dass die Bundesbank entschieden hat, das Mitarbeitergeschäft mit den Personalkonten einzustellen."

Dem Beschluss war ein internes Verfahren vorausgegangen: Der Vorstand hatte eine Einigungsstelle eingeschaltet, die die Maßnahme laut einem Bericht des "Handelsblatt" gebilligt hat. Zu Einzelheiten äußerte sich die Bundesbank nicht — die Inhalte der Beratungen unterlägen der Verschwiegenheit, teilte die Sprecherin mit.

Scharfe Kritik an der Entscheidung

Laut "Handelsblatt" sind rund 21.000 Konten betroffen. Beschäftigte der Bundesbank hätten dem Bericht zufolge seit jeher Anspruch auf ein kostenloses Girokonto und ein Wertpapierdepot gehabt – auf Lebzeiten, auch im Ruhestand. Viele Betroffene seien längst pensioniert.

Intern stieß die Entscheidung dem "Handelsblatt"-Bericht zufolge auf scharfen Widerstand. Personalvertreter hätten den Vorstand im Intranet heftig kritisiert. Der Vorstand habe "Gespräche zur Suche nach einer einvernehmlichen und selbstbestimmten Lösung" verweigert, hieß es demnach aus Belegschaftskreisen.

Konten werden bis 2029 gekündigt

Die Kündigungen sollen dem Bericht zufolge spätestens bis Mitte 2029 wirksam werden. In der Übergangsphase müsse die Bundesbank Partnerschaftsangebote von Geschäftsbanken einholen und den Kontoinhabern vorstellen. Zudem stelle die Notenbank Kontowechselhilfen in Aussicht.

Als Hintergrund berichtete das "Handelsblatt", dass die bestehenden Konten und Depots nicht mehr aktuellen Standards entsprächen und dringend modernisiert werden müssten. Bundesbank-Präsident Joachim Nagel habe die Kosten dafür dem Blatt zufolge im Sommer 2024 auf einen größeren zweistelligen Millionenbetrag beziffert.

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