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Frankfurt: Ehefrau aus 22. Stock gestoßen - Lebenslange Haft wegen Mordes

Nation

Weil er seine Ehefrau im Frühjahr 2023 in einem Frankfurter Hotel über ein Balkongeländer in den Tod gestoßen hat, ist ein 60-Jähriger am Freitag vom Frankfurter Landgericht zu einer lebenslangen Freiheitsstrafe verurteilt worden. Das Gericht sah in der Tat einen Mord aus niedrigen Beweggründen. Der Mann habe seine Ehefrau zum Objekt degradiert, aus dem Weg geschafft, um ein ungestörtes Leben mit seiner Affäre führen zu können - so formulierte es der Vorsitzende Richter. "Ihr Verhalten steht sittlich auf niedrigster Stufe", sagte der Richter der Schwurgerichtskammer zu dem 60-Jährigen. "Wie einen Müllsack" habe dieser seine Frau über das Balkongeländer entsorgt. Mit seinem Urteil wegen Mordes folgte das Gericht dem Antrag der Staatsanwaltschaft und der Nebenklage. Die Verteidigung des 60-Jährigen hatte einen Freispruch beantragt. Der Angeklagte äußerte sich in dem fast vier Monate dauernden Prozess nicht. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig. Elf Jahre verheiratet, zwei Kinder Laut Urteil hatte der Mann seine Frau in ein Hotel in Frankfurt-Sachsenhausen gelockt. Das Zimmer im Leonardo Royal Hotel soll der Mann gezielt für die Tat angemietet haben, so der Vorwurf. Seine Frau sei davon ausgegangen, dass er mit dem gemeinsamen Abend die Ehe retten wollte. Doch kurz nach der Ankunft habe ihr Mann sie aus dem 22. Stock über das Balkongeländer gestoßen. Die Mutter von zwei minderjährigen Kindern stürzte etwa 60 Meter tief und war sofort tot. Das Paar war elf Jahre verheiratet gewesen und hatte mit den zwei gemeinsamen Kindern in einem Einfamilienhaus in Rodgau (Landkreis Offenbach) gelebt. Laut der Staatsanwaltschaft soll der Mann eine Affäre mit einer mehr als 20 Jahre jüngeren Frau begonnen haben. Im Internet informierte er sich über unauffällige Tötungsarten. Dann buchte er ein Zimmer in dem Frankfurter Hotel und stürzte seine Frau in die Tiefe. Nach Tat Geld bei Spendenkampagne eingenommen Der Mann gab an, es habe sich um einen Unfall gehandelt. Nach dem Tod soll er sich mit seiner Freundin und seinen Kindern ein neues Leben aufgebaut und über eine Spendenkampagne noch mehr als 10.000 Euro Spenden eingenommen haben. Die Polizei ermittelte, im April 2025 wurde der Angeklagte festgenommen, seitdem saß er in Untersuchungshaft.

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