Frankfurt verliert Duell um die Tabellenführung gegen Bayern - Sorgen um Gwinn
Mit einem Sieg hätten die Eintracht Frankfurt Frauen die Tabellenführung erobern können. Die Frankfurterinnen ließen gegen das dominierende Team der Bundesliga kaum etwas zu. Weil sie aber einen entscheidenden Fehler machten, gab es die erste Saisonniederlage.
Bayern trifft nach Eintracht-Ecke
Nach einer ausgeglichenen Anfangsphase hatten die Frankfurterinnen die erste Chance: Larissa Mühlhaus zog am Strafraumeck mutig ab, Ena Mahmutovic im Bayern-Tor konnte parieren (16.). Aus der Eintracht-Druckphase mit mehreren Ecken fiel dann das Gegentor: Eine solche Ecke flog den Hessinnen nämlich um die Ohren, als die Bayern über nur drei Stationen konterten und Bühl zum 0:1 traf (18.).
In der Folge musste sich die Eintracht vom Gegentor-Schock erholen, ließ allerdings erstmal keine weiteren großen Chancen der Gegnerinnen zu. In der Offensive des Heimteams tat sich allerdings auch lange nicht viel. Erst in der Nachspielzeit der ersten Halbzeit wurde es noch mal gefährlich, als Laura Freigang eine Hereingabe von Rebecka Blomqvist nur knapp verpasste.
Freigang vergibt beste Chance auf den Ausgleich
Nach dem Seitenwechsel suchten die Frankfurterinnen den Vorwärtsgang. Es dauerte allerdings bis zur 60. Minute, bis eine Großchance dabei heraussprang: Freigang köpfte freistehend auf Mahmutovic. Auf der Gegenseite schloss die eingewechselte Linda Dallmann nach einer schönen Einzelleistung ab, der abgefälschte Schuss ging knapp drüber (66.). Außerdem musste Lina Altenburg im Eintracht-Tor eine vermeintliche Flanke von Franziska Kett aus dem Winkel kratzen (74.).
Weil die Frankfurterinnen gegen den Liga-Primus aber nicht mehr gefährlich werden konnten, blieb es bei der knappen Niederlage - die erste in der laufenden Bundesliga-Saison. Am Sonntag kann der VfL Wolfsburg in der Tabelle vorbeiziehen und die Eintracht auf Platz drei verweisen.
Sorgen um Gwinn
In der Schlussphase sorgte Gwinn für einen Schreckmoment. Die Verteidigerin, die in ihrer Karriere immer wieder von Verletzungen zurückgeworfen wurde, knickte in einem Laufduell um und verließ humpelnd nach einer Behandlung das Feld. Auf der Bank wurde ihr linkes Sprunggelenk dick bandagiert, Gwinn ist fest für die anstehenden Länderspiele eingeplant.