Frankfurter Zoo schläfert seine Steinböcke ein
Trauriges Ende für die Westkaukasischen Steinböcke im Frankfurter Zoo: Die Tiere sind jetzt eingeschläfert worden. Sie hatten sich mit Paratuberkulose infiziert, wie der Zoo Frankfurt am Dienstag mitteilte. Er sprach von einer "ebenso bitteren wie alternativlosen Entscheidung". Das gefährliche Bakterium führe letzten Endes zu einer chronischen Darmentzündung und zum Tod der erkrankten Tiere. Die Krankheit sei nicht behandelbar, auch gebe es keine wirksamen Schutzimpfungen. Insgesamt waren es 16 sogenannte Ture, wie die Frankfurter Rundschau berichtete. Die kontaminierte Anlage soll laut Zoo zunächst hygienisch saniert und erst dann wieder genutzt werden, wenn der Erreger nicht mehr nachweisbar ist. Ausbreitung mit "allen Mitteln verhindern" Es gelte, "mit allen Mitteln zu verhindern, dass der Erreger auf andere Wiederkäuer im Zoo übergreift", betonte der Zoo. Der Erreger befällt demnach vorwiegend Hauswiederkäuer wie Rinder, aber auch Giraffen, Antilopen und Gazellen. Die eingeschläferten Ture wurden zur weiterführenden Untersuchung an Labore übergeben.