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Frankreich bis Albanien - neue Massenproteste am Wochenende in Europa

Welt

Frankreich, Italien, Albanien und Portugal – Europa protestiert: Am Samstag gingen in mehreren europäischen Ländern Tausende Menschen auf die Straße.

Die größten Demonstrationen gab es in Frankreich. Dort nahmen nach Angaben des Innenministeriums mehr als 400.000 Menschen teil. Neben jungen Menschen, die seit Wochen bessere Bedingungen an ihren Schulen fordern, protestierten viele gegen die hohen Lebenshaltungskosten. Die Regierung setzte 70.000 Polizisten ein. Trotzdem kam es in mehreren Städten zu Ausschreitungen. 1000 Menschen wurden festgenommen. Die Gewalt fiel allerdings geringer aus als in der Vorwoche.

Auch in Italien richteten sich die Proteste vor allem gegen steigende Kosten, aber auch gegen Aufrüstung und Israels Politik im Nahostkonflikt. Zehntausende, vor allem junge Menschen, gingen auf die Straße. In Rom, Bologna und Turin kam es erneut zu Ausschreitungen. Die Polizei setzte Wasserwerfer und Tränengas ein, Hunderte wurden in Gewahrsam genommen.

In Albanien richten sich die seit Mai andauernden Proteste direkt gegen Ministerpräsident Edi Rama und die Korruption der Regierung. Auch schlechte Studienbedingungen und hohe Studiengebühren treiben die Menschen auf die Straße. In der Hauptstadt Tirana warfen Demonstrierende Steine und Feuerwerkskörper. Die Polizei antwortete mit Wasserwerfern, Gummigeschossen und Tränengas. 13 Menschen wurden verletzt.

In Portugal steht die Wohnungsnot im Mittelpunkt – sie zählt zu den schwersten in Europa. Die Demonstrierenden fordern, geplante Erleichterungen bei Zwangsräumungen zu stoppen und die Mieten für neue Verträge zu begrenzen. Am frühen Sonntagmorgen räumte die Polizei ein Protestcamp im Zentrum von Lissabon. Dabei gab es Festnahmen und Verletzte. Wie viele, ist bisher unklar.

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