Frankreich: Mann erschießt bei Paris einen Menschen
Bei Schüssen auf offener Straße in Pariser Vororten ist ein Mann getötet worden. Vier weitere Menschen wurden verletzt, wie aus Polizeikreisen verlautete. Der mutmaßliche Schütze wurde festgenommen. Nach Angaben der örtlichen Behörden kann sich die Opferzahl noch ändern. Die Antiterror-Staatsanwaltschaft teilte mit, sie übernehme den Fall.
Den Angaben zufolge eröffnete der Mann am Vormittag in Trappes westlich von Paris und im nahe gelegenen La Verrière das Feuer. Er sei kurz danach im ebenfalls in der Nähe liegenden Coignières festgenommen worden, hieß es aus Polizeikreisen.
Nach Angaben des Bürgermeisters von Trappes, Ali Rabeh, schoss ein Mensch aus seinem Fahrzeug heraus. Dem Sender BFMTV sagte Rabeh, der Mann habe offensichtlich wahllos geschossen und ein »Blutbad« anrichten wollen. Die Stadt wollte eine psychologische Betreuungsstelle einrichten.
Der Vorfall ereignete sich zu einer Zeit, in der die Stimmung in Frankreich äußerst angespannt ist. Am Wochenende war es am Rande von Demonstrationen gegen hohe Lebenshaltungskosten und Missstände im Bildungssystem zu massiven Ausschreitungen gekommen. Tausende Geschäfte wurden geplündert, Rathäuser und Polizeistationen angegriffen und Gebäude in Brand gesetzt. Als Reaktion darauf wurden in mehreren Großstädten nächtliche Ausgangssperren verhängt.