DAX -0,22 % 25.099,00 Pkt 18:00:00 MDAX -0,05 % 31.965,53 Pkt 18:00:00 Euro Stoxx 50 +1,14 % 6.280,94 Pkt 18:00:00 Dow Jones -0,52 % 51.947,25 Pkt 23:26:43 S&P 500 -1,16 % 7.411,98 Pkt 23:26:35 Nasdaq -2,78 % 24.975,82 Pkt 23:15:59 Nikkei -2,73 % 64.611,15 Pkt 08:45:03 Gold +0,08 % 4.070,80 USD 22:59:59 Silber +0,43 % 58,91 USD 22:59:55 Brent 0,00 % 96,78 USD 22:59:55 WTI 0,00 % 89,31 USD 22:59:59 Bitcoin +0,02 % 64.323,00 USD 08:09:33 EUR/USD -0,32 % 1,13750 USD 23:29:21 EUR/GBP 0,00 % 0,85320 GBP 06:49:20 EUR/CHF +0,06 % 0,92970 CHF 06:49:20 EUR/JPY +0,08 % 186,245 JPY 23:29:21

Frankreich zieht bei Polymarket zwei Jahre nach Verwarnung den Stecker

Technologie

Inhaltsverzeichnis close notice This article is also available in English. It was translated with technical assistance and editorially reviewed before publication. . Frankreichs Glücksspielaufsicht ANJ hat den Zugang zur Prognosemarkt-Plattform Polymarket sperren lassen, teilte die Behörde am vergangenen Freitag mit. Der Präsident der Autorité nationale des jeux hat die Sperrung demnach bereits am Donnerstag angekündigt. Weiterlesen nach der Anzeige Nach eigenen Angaben beobachtet die Behörde die Wettplattform Polymarket bereits seit November 2024: Eine erste Mahnung verpflichtete den in Panama registrierten Betreiber Adventure One QSS zu Geoblocking, das Finanztransaktionen aus Frankreich verhindern sollte – in der Praxis habe es sich aber umgehen lassen, teilte die ANJ in ihrer Mitteilung mit. Die ANJ wirft Polymarket vor, unerlaubt für Glücksspiel zu werben: Die auf der Startseite in Echtzeit angezeigten Wettquoten stuft die Behörde als Werbung für ein in Frankreich nicht zugelassenes Angebot ein. Wer für eine solche Seite wirbt, riskiert nach ANJ-Angaben eine Geldstrafe von bis zu 100.000 Euro. Verdacht auf manipulierte Wetten Im Mai 2026 kam ein weiterer Vorwurf hinzu: Wetten auf das Wetter sollen möglicherweise mit gehackten Wettersensoren manipuliert worden sein. Die Cybercrime-Einheit der Pariser Staatsanwaltschaft leitete daraufhin am 4. Mai eine Untersuchung ein. Dabei zeigte sich laut ANJ zudem, dass die für französische und europäische Nutzer zugänglichen Polymarket-Plattformen über kein Identifizierungssystem verfügen, mit dem sich Nutzer verifizieren lassen. Trotz des bestehenden Zahlungsverbots wuchs die Zahl der Besucher aus Frankreich stetig: Im Juni zählte die ANJ nach eigenen Angaben 578.751 Besuche und 205.057 Unique Visitors auf der Plattform. Polymarket hat sich zunächst nicht zu der französischen Sperre geäußert. Auch andere Länder blockieren Weiterlesen nach der Anzeige Frankreich reiht sich damit in eine wachsende Liste von Ländern ein, die Prognosemärkte wie Polymarket und Kalshi einschränken. Spanien hatte Polymarket und Kalshi bereits im Mai wegen fehlender Glücksspiellizenz gesperrt und zusätzlich Sanktionsverfahren gegen beide Plattformen eingeleitet. Zudem stehen Prognosemärkte verstärkt wegen Insiderhandels in der Kritik. Erst kürzlich wurde ein Google-Mitarbeiter in den USA wegen Insiderhandels auf der Plattform angeklagt: Er soll mithilfe vertraulicher Firmendaten mehr als 1,2 Millionen US-Dollar Gewinn erzielt haben. Zuvor war bereits ein US-Soldat festgenommen worden, der mutmaßlich mit vertraulichen Informationen über die Festnahme des früheren venezolanischen Präsidenten Nicolás Maduro auf Polymarket gewettet hatte. Keine einheitliche Regulierung Kalshi und Polymarket sind Plattformen, bei denen Nutzer auf den Ausgang zukünftiger Ereignisse wetten können. Dazu zählen unter anderem Sportveranstaltungen, aber auch Wahlen, Wetterphänomene, Kriegsgeschehnisse und viele weitere Themen. Anders als bei klassischen Buchmachern setzen Nutzer dabei nicht gegen das Haus, sondern handeln Anteile untereinander. Die Plattform vermittelt und kassiert eine Provision. In der Europäischen Union sind Polymarket und Kalshi bisher nicht einheitlich reguliert. In Deutschland benötigen Online-Glücksspielanbieter eine Lizenz, die weder Polymarket noch Kalshi besitzen. Daher blockiert Polymarket den Handel aus Deutschland, lässt aber die Ansicht der Märkte zu. Kalshi schließt den Handel aus deutschsprachigen Ländern nicht offiziell aus, verweist aber auf länderspezifische Beschränkungen.

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