Frau entdeckt Relikt aus Bürgerkriegszeit in Bilderrahmen aus Secondhandladen
Arundel (USA) - Eine Frau aus den USA stieß in einem Secondhandladen auf einen unscheinbaren Bilderrahmen. Da er nur ein paar Dollar kostete und sie ihn hübsch fand, wanderte er spontan in ihren Einkaufskorb. Zu Hause angekommen, sollten die darin befindlichen Bilder eigentlich im Papierkorb landen, doch dann tauchte plötzlich ein uraltes Relikt auf. Samantha Ramsdell war an jenem Tag in einem Antiquitätengeschäft in Arundel, als sie den Bilderrahmen für 15 Dollar (umgerechnet rund 13 Euro) erstand. "Das Foto darin war ein wenig unheimlich, aber ich wollte ihn eigentlich nur wegen des schönen antiken Rahmens kaufen", so die US-Amerikanerin, die vor kurzem ein 200 Jahre altes Bauernhaus in Maine gekauft hatte, gegenüber Newsweek. Als sie später die Rückwand des Holzrahmens entfernte, stellte sie fest, dass sich dahinter nicht nur das Bild eines schlafenden Kindes befand, sondern noch ein weiteres Gemälde. Die Person darauf erkannte sie sofort: Es war George Washington, der erste Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika. Doch damit nicht genug: Es handelte sich tatsächlich um eine Original-Lithografie aus dem Jahr 1864, also aus der Zeit des amerikanischen Bürgerkrieges. Nach Rücksprache mit befreundeten Antiquitätensammlern und Experten, wurde ihr bewusst, dass ihr Fund deutlich mehr wert war, als die 15 Dollar, die sie für den Rahmen geblecht hatte. "Soweit ich das beurteilen kann, könnte sie mehr als 500 Dollar wert sein", erklärt sie. Sie vermutet, dass der besondere Steindruck absichtlich hinter dem anderen Bild verborgen wurde. "Ich dachte mir, vielleicht ist der ursprüngliche Besitzer verstorben und jemand hat es gespendet, ohne zu wissen, was dahintersteckt", so Samantha. Verkaufen möchte sie ihre Entdeckung allerdings noch nicht. Solange sie kein passendes Angebot erhält, will sie die Lithografie verwahren, bis sie noch mehr an Wert gewonnen hat. Dennoch ist ihre Neugier noch nicht gestillt. Zusammen mit einem örtlichen Geschichtsverein möchte sie mehr über das Washington-Porträt erfahren.