Frauen kriegen höhere Belohnung: Iran wirbt mit Kopfgeld für Tötung von US-Soldaten
Die iranischen Streitkräfte wollen für die Gefangennahme oder Tötung von US-Soldaten ein Kopfgeld in Höhe von 25.000 Euro auszahlen. Frauen sollen sogar die doppelte Summe bekommen. Die iranische Armee setzt nach einem Bericht des Nachrichtenportals Avash ein Kopfgeld von umgerechnet 25.000 Euro für jeden getöteten oder gefangen genommenen US-Soldaten aus. Demnach verdoppelt sich die Summe, wenn Frauen amerikanische Soldaten festnehmen oder töten. Das Kopfgeld sei vom Oberbefehlshaber der regulären iranischen Armee, Amir Hatami, ausgelobt worden. Hintergrund sind die anhaltenden militärischen Spannungen zwischen den USA und dem Iran. Gegen ein Rahmenabkommen vom 17. Juni, das ein dauerhaftes Ende des Krieges an allen Fronten vorsah, haben beide Seiten in den vergangenen Wochen mehrfach verstoßen. Währenddessen warf Teheran Katar vor, iranische Piloten gefangenzuhalten und keinen Zugang zu diesen zu ermöglichen. "Ein Expertenteam der iranischen Luftwaffe wartet seit Monaten darauf, für eine Untersuchung vor Ort nach Katar zu reisen", erklärte General Mohammed Baghersadeh nach Angaben der staatlichen Nachrichtenagentur Tasnim. Die katarische Regierung bestreitet die Festnahme der Piloten. Die iranische Luftwaffe hatte im März einen US-Militärstützpunkt in Katar angegriffen. Die Leiche eines bei dem Einsatz getöteten Piloten war nach Angaben Teherans Ende Juli an den Iran übergeben worden. Die drei anderen Kampfpiloten werden offiziell als vermisst geführt. Am Samstag warf Teheran dem Golfemirat vor, die Soldaten festgenommen zu haben, und forderte ihre Freilassung. Das katarische Außenministerium hatte die iranischen Vorwürfe einer Festnahme "kategorisch" zurückgewiesen. Das Golfemirat habe Teheran eingeladen, "um über Such- und Rettungsaktionen im April zu informieren, aber die iranische Seite hat bisher nicht geantwortet", teilte die Regierung mit. Katar hatte Anfang März bekannt gegeben, zwei iranische Bomber vom Typ SU-24 abgeschossen zu haben, Angaben zum Schicksal der Piloten gab es damals nicht.