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Frauke Ludowig: Ihre Tochter spricht offen über ihre Zwangsstörung

Unterhaltung

"Das Schlimmste, was mir jemals passiert ist"

Tochter von Frauke Ludowig war ein Jahr in einer Klinik

Von t-online, rix

13.09.2026 - 14:16 UhrLesedauer: 3 Min.

In einem Video auf TikTok spricht Nika Roeffen offen über ihre Zwangsstörung, schwere Phasen und den Klinikaufenthalt, der ihr Leben grundlegend verändert hat.

Frauke Ludowig steht seit 25 Jahren vor der Kamera. Auch ihre Tochter Nele ist mittlerweile in der Showbranche aktiv. Immer wieder zeigen sich die beiden Frauen zusammen in der Öffentlichkeit, besuchen diverse Veranstaltungen, posieren gemeinsam für die Fotografen.

Doch die 23 Jahre alte Nele ist nicht ihr einziges Kind. Frauke Ludowig hat noch eine weitere Tochter. Nika ist zwei Jahre jünger und steht nicht wie ihre Schwester im Rampenlicht. Auf TikTok wiederum gewährt die 21-Jährige seit vier Jahren hin und wieder private Einblicke. Dort sprach sie nun auch über ihre psychische Erkrankung.

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"Es ist das Schlimmste, was mir jemals passiert ist", sagt Nika Roeffen in einem ihrer neuesten Videos. In zwei Beiträgen erzählt sie ihren Followern, wie sehr die Krankheit ihr Leben zeitweise bestimmt hat. Bei ihr äußere sich die Erkrankung vor allem durch sogenanntes magisches Denken. "Ich verbinde Dinge, die ich tue, mit einem Angstgedanken und denke, dass was passiert", erklärt sie. Bestimmte Handlungen habe sie deshalb immer wieder ausführen müssen – teilweise "hundertmal bis zweihundertmal", bis die belastenden Gedanken nachließen.

In ihrer schlimmsten Phase hätten die Zwänge praktisch ihren gesamten Alltag beeinflusst. "Als es ganz schlimm war, konnte ich nichts mehr machen, ohne alles zweihundertmal zu machen. Manchmal habe ich drei, vier Stunden lang gebraucht, bis ich essen konnte, bis ich hochgekommen bin. Manchmal habe ich es nicht mehr hochgeschafft und auf der Treppe geschlafen."

"Ich hatte keine anderen Gedanken mehr"

Besonders belastend sei für sie die Vorstellung gewesen, dass anderen Menschen wegen ihres eigenen Verhaltens etwas zustoßen könnte. "Falls ich was mache, dann passiert was Schlimmes", beschreibt sie die Gedanken, die sie begleiteten. Zeitweise hätten die Zwänge sie so stark kontrolliert, dass sie das Gefühl gehabt habe, kaum noch sie selbst zu sein.

"Ich hatte keine anderen Gedanken mehr", sagt Roeffen über diese Zeit. Hinzu sei die Angst gekommen, den Bezug zur Realität zu verlieren. Sie habe immer wieder befürchtet, "verrückt" zu werden oder eine Psychose zu entwickeln.

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Die Probleme begleiten Roeffen bereits, seit sie 14 Jahre alt ist. Besonders schlimm sei die Erkrankung jedoch vor rund zwei Jahren geworden. Damals studierte sie an der AMD Akademie Mode & Design in Düsseldorf. Als sich ihr Zustand immer weiter verschlechterte, unterbrach sie ihr Studium und ging in eine Klinik.

Diese Entscheidung bewertet sie heute als lebensverändernd. "Ich wüsste nicht, ob ich jetzt noch am Leben wäre, wäre ich nicht in diese Klinik gegangen", sagt sie in einem weiteren Video. Dort lernte sie auch ihre Therapeutin kennen, mit der sie bis heute in engem Kontakt steht. Etwa alle drei Wochen nehme sie noch einen Termin bei ihr wahr.

"Ihr müsst da nicht alleine durch"

Heute studiert Roeffen an der AMD in Berlin. Vollständig verschwunden seien ihre Probleme zwar nicht, doch sie habe gelernt, besser damit umzugehen. "Ich habe ein bisschen mehr so in der Hand. Also ich fühle mich nicht so aufgeschmissen", beschreibt sie ihre Fortschritte.

Video

Auch Dinge, die lange undenkbar gewesen seien, seien inzwischen wieder möglich. Roeffen reist wieder und hat auch das Modeln aufgenommen, das sie während ihrer schwierigen Phase pausiert hatte.

Mit ihren offenen Worten will sie andere Betroffene vor allem dazu ermutigen, sich Unterstützung zu suchen. "Ihr müsst da nicht alleine durch", sagt sie und appelliert: "Geht zur Therapie, es wird euer Leben verändern."

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