Frauke Ludowigs Tochter spricht über ihre Zwangsstörung
Die jüngere Tochter von Frauke Ludowig, Nika Röffen, gibt auf TikTok einen Einblick in ihre psychische Erkrankung. Die 21-Jährige berichtet von extremen Zwängen, die ihren Alltag vollständig beherrschten, und der Entscheidung, sich in einer Klinik behandeln zu lassen.
Nika Röffen hat sich in einem TikTok-Video sehr offen zu ihrer psychischen Erkrankung geäußert. Die jüngere Tochter von RTL-Moderatorin Frauke Ludowig schildert darin, wie eine Zwangsstörung über Jahre hinweg ihr Leben bestimmte. "Zwangsstörungen sind kein Joke. Es ist das Schlimmste, was mir jemals passiert ist. Es nimmt einem die komplette Lebenslust weg", sagt die 21-Jährige in dem Clip.
Sie habe eine Zwangsstörung, seit sie 14 Jahre alt war, mit 18 oder 19 sei es besonders schlimm geworden. In dieser Phase habe sie sich in eine Klinik begeben, "das hat mir total geholfen". Die Zwangsstörung äußere sich bei ihr durch "magisches Denken". "Ich verbinde Dinge, die ich tue, mit einem Angstgedanken und denke, dass was passiert", beschreibt sie den Mechanismus. Daraus habe sich ein Zwang entwickelt, bestimmte Handlungen immer und immer wieder auszuführen – teilweise bis zu 200-mal. Besonders belastend sei die ständige Befürchtung gewesen, dass anderen Menschen etwas Schlimmes zustoßen könnte, wenn sie die Handlungen nicht wiederhole.
Nika Röffen: "Ich hatte keine anderen Gedanken mehr"
In den schwersten Phasen hätten die Zwänge praktisch jede alltägliche Tätigkeit beeinflusst. "Manchmal habe ich drei, vier Stunden lang gebraucht, bis ich essen konnte, bis ich hochgekommen bin. Manchmal habe ich es nicht mehr hochgeschafft und auf der Treppe geschlafen", schildert Röffen die Ausmaße. Die Erkrankung habe irgendwann keinen Raum mehr für andere Gedanken gelassen. Hinzu sei die Angst gekommen, den Bezug zur Realität zu verlieren oder eine Psychose zu entwickeln.
Als ihr Zustand sich immer weiter verschlechtert habe, sei sie in eine Klinik gegangen. Ihr Studium in Düsseldorf habe sie unterbrochen. Insgesamt sei sie dort rund ein Jahr lang behandelt worden. Inzwischen ist die 21-Jährige nach Berlin gezogen und setzt dort ihr Mode- und Design-Studium fort.
Frauke Ludowigs Tochter sieht Klinikaufenthalt als lebensrettend an
Rückblickend bewertet sie diesen Schritt als lebensrettend. "Ich wüsste nicht, ob ich jetzt noch am Leben wäre, wäre ich nicht in diese Klinik gegangen", sagt sie in einem weiteren TikTok-Video. Die Zeit in der Einrichtung bezeichnet Röffen als "eine sehr prägende Zeit, die wirklich mein Leben gerettet hat". Dort habe sie auch ihre Therapeutin kennengelernt, die sie bis heute begleite. Etwa alle drei Wochen nehme sie noch einen Termin bei ihr wahr. "Ich bin so unglaublich froh, dass ich die Chance hatte und es gemacht habe."
Vollständig überwunden habe sie die Erkrankung zwar nicht, doch sie habe Strategien entwickelt, um besser damit umzugehen. "Ich habe es jetzt mehr in der Hand und bin nicht mehr so aufgeschmissen, wenn es aufkommt", beschreibt sie ihre Fortschritte.
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Mit ihrer Offenheit möchte die Tochter von Frauke Ludowig vor allem anderen Betroffenen Mut zusprechen. "Ihr müsst da nicht alleine durch", sagt sie. Ihr Appell: "Geht zur Therapie, es wird euer Leben verändern." (red)