Fraunhofer-Institut: Studie sieht Wegfall von bis zu 726.000 Jobs in Europas Autoindustrie
Im europäischen Automobilsektor könnten bis zu 726.000 Jobs bis zum Jahr 2040 wegfallen. Das geht aus einer Studie des Fraunhofer-Instituts für Arbeitswirtschaft und Organisation im Auftrag des Arbeitgeberverbands Gesamtmetall hervor, aus der das Magazin Politico berichtete. »Ohne Maßnahmen droht Europa eine dauerhafte Abhängigkeit von Drittstaaten bei Schlüsseltechnologien«, warnen die Experten. Grundlage der Berechnungen waren alle Bereiche der Wertschöpfungsketten, in denen Teile für den Antrieb eines Autos hergestellt werden. Im vergangenen Jahr beschäftigte dieser Branchenzweig der Studie zufolge in Europa rund 1,6 Millionen Menschen, die Wertschöpfung lag bei rund 250 Milliarden Euro. Bereits bis 2030 droht laut Fraunhofer-Institut ein Wegfall von 375.000 Stellen. Bis 2035 könnten europaweit insgesamt 660.000 Beschäftigte ihren Arbeitsplatz verlieren. 2025 arbeiteten 50.000 Menschen weniger in der deutschen Autoindustrie Zuletzt hatten mehrere deutsche Autohersteller erhebliche Sparprogramme angekündigt, bei denen auch die Streichung von Arbeitsplätzen vorgesehen ist. Die Autobauer BMW und Porsche kündigten in den vergangenen Monaten Gespräche mit dem jeweiligen Betriebsrat an, um über wegfallende Stellen zu beraten. Beim größten deutschen Autobauer VW sollen offenbar in den nächsten Jahren weltweit rund 100.000 Arbeitsplätze wegfallen. In Deutschland plant das Unternehmen die Schließung von vier Werken.