Frédéric von Anhalt bleibt auf 38.000
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„Bin kein Säufer“: Prinz Frédéric von Anhalt bleibt auf Wiesn-Rechnung in Höhe von 38.000 Euro sitzen
Von: Jonas Erbas
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Ein Champagner-Abend auf der Wiesn endet für Frédéric Prinz von Anhalt mit 38.000 Euro Rechnung – und verschwundenen Freunden.
München – Es sollte ein festlicher Abend in exklusiver Gesellschaft werden: Frédéric Prinz von Anhalt (83) trifft sich in der noblen Käfer Wiesn-Schänke mit Bekannten aus Kalifornien, seiner sogenannten „Hollywood-Clique“. Da er grundsätzlich kein Bier trinkt, lässt er sich zu einem ersten Glas Champagner überreden, wie er der Abendzeitung berichtet. Doch aus dem einen Gläschen werden rasch mehrere – die Runde hat bereits einige weiße Magnum-Flaschen geordert. Was folgt, ist ein Wiesn-Abend, den der Adoptivprinz nur noch in Bruchstücken rekonstruieren kann.
Am nächsten Morgen erwacht von Anhalt vollständig bekleidet in seinem Zimmer im Hotel Bayerischer Hof – irgendwer habe ihn dorthin gebracht. Die Kellnerin in der Käfer Wiesn-Schänke hatte ihm zuvor die Rechnung präsentiert: 38.000 Euro. Seine US-amerikanischen Freunde waren zu diesem Zeitpunkt bereits verschwunden. Von Anhalts Erklärung für das plötzliche Untertauchen seiner Tischgesellschaft: Die Gäste hätten bemerkt, dass er eine American Express Centurion Card besitzt – die legendäre schwarze Kreditkarte, die nahezu unbegrenzte Liquidität symbolisiert. „Ich bin doch kein Säufer und trinke für 38.000 Euro“, empörte er sich gegenüber der bayerischen Tageszeitung über den Vorfall.
Frédéric Prinz von Anhalt zahlt 38.000 Euro Wiesn-Rechnung – Hollywood-Clique lässt ihn sitzen
Der Adoptivprinz, der seinen Adelstitel 1980 durch die Adoption durch Prinzessin Marie Auguste von Anhalt erwarb und von 1986 bis zu ihrem Tod im Dezember 2016 mit der ungarisch-amerikanischen Filmlegende Zsa Zsa Gabor (99, † 2016) verheiratet war, ist auf der Wiesn kein Unbekannter. Bereits 2023 hatte er auf der Theresienwiese ausgiebig gefeiert und war auf dem Heimweg kollabiert – eine Corona-Infektion in Kombination mit dem Wiesn-Exzess hatte ihn damals außer Gefecht gesetzt. Für den letztjährigen Besuch hatte er sich indes ungewöhnlich gründlich vorbereitet: „Ich lasse mir Botox in mein bestes Stück spritzen, damit ich für den Oktoberfest-Besuch voll im Saft stehe“, hatte er 2025 der Abendzeitung erklärt.
Trotz des Schocks über die horrende Wiesn-Summe beglich von Anhalt die Rechnung vollständig und ohne Diskussion mit der Bedienung. Den Kassenbon habe er nicht mehr – ob er ihn verloren oder am Tisch liegen gelassen hat, weiß er selbst nicht. Sein Kreditkarteninstitut reagierte indes prompt: Ein Mitarbeiter rief an und erkundigte sich, ob alles in Ordnung oder die Karte möglicherweise gestohlen worden sei. Für den 83-Jährigen offenbar keine Selbstverständlichkeit, in einer Nacht einen fünfstelligen Betrag auszugeben.