Freibad bis auf Weiteres geschlossen
Startseite Lokales Garmisch-Partenkirchen Garmisch-Partenkirchen Ort „Mikrobiologische Auffälligkeit“ bei Routine-Probe: Freibad bis auf Weiteres geschlossen Von: Vinzent Fischer Uns auf Google folgen Das Kainzenbad in Garmisch-Partenkirchen bleibt bis auf Weiteres geschlossen. Grund dafür ist ein Bakterium, das bei einer Routine-Probe nachgewiesen wurde. Garmisch-Partenkirchen – Nichts deutet am Mittwochnachmittag auf den Trubel hin, der sich hinter den Kulissen abspielt. Der Eingang zum Kainzenbad ist mit einem Eisengitter verschlossen. Die Kasse ist unbesetzt, auf der Wiese liegt niemand, und auch im Wasser schwimmt keiner. Mitten in der Sommersaison hat das Freibad geschlossen. Der Grund ist an diesem Tag nicht nur das durchwachsene Wetter. Denn im Wasser wurde eine „mikrobiologische Auffälligkeit“ festgestellt. Das Bad bleibt aus diesem Grund bis auf Weiteres gesperrt. Bakterium bei Routine-Proben im Kainzenbad festgestellt: Freibad bleibt gesperrt Bei einer routinemäßigen Untersuchung des Badewassers hat das Gesundheitsamt Garmisch-Partenkirchen das Bakterium Pseudomonas aeruginosa festgestellt. Dabei handelt es sich um ein weitverbreitetes Stäbchenbakterium, das besonders für immungeschwächte Personen und Krankenhauspatienten gefährlich werden kann. „Das Wasser ist daher aktuell nicht zum Baden geeignet“, erklärte der Markt in einer Presse-Mitteilung. Das Bakterium löst bei gesunden Menschen nur selten Infektionen aus. Häufiger sind harmlose Formen wie das sogenannte „Schwimmerohr“, eine Gehörgangsentzündung, oder Hautausschlag. Wer mit Beschwerden zum Arzt geht, sollte einen Besuch im Schwimmbad erwähnen. Weitere Informationen hat das Gesundheitsamt noch am Mittwoch herausgegeben. Weitere Informationen sowie Antworten auf häufig gestellte Fragen finden sich auf der Internetseite des Landratsamtes Garmisch-Partenkirchen unter www.lra-gap.de/de. Dort ist auch ein Informationsblatt über das Bakterium Pseudomonas aeruginosa hinterlegt. Für Rückfragen stehen Mitarbeiter des Gesundheitsamtes unter der Nummer 0 88 21/75 15 00 zur Verfügung. Das Gesundheitsamt ist am Mittwoch noch bis 20 Uhr erreichbar. Das Becken im Kainzenbad wird durch die Kanker gespeist. Der Zulauf aus dem Gebirgsbach sorgt dafür, dass sich das Wasser ständig erneuert. Die Hitze und das hohe Besucheraufkommen in den vergangenen Wochen haben das Wasser jedoch stark erwärmt. Was wiederum die Entwicklung von Bakterien begünstigt. Alle 14 Tage, mindestens aber alle vier Wochen, wird das Wasser untersucht. Das Ergebnis der Probe von Montag ergab schließlich einen Wert oberhalb des zulässigen Grenzwerts. „Die regelmäßigen Kontrollen des Badewassers dienen dazu, mögliche Veränderungen frühzeitig festzustellen und entsprechend reagieren zu können“, erläutert Rathaus-Sprecherin Silvia Schwarzenberger. „Bis die Ergebnisse der weiteren Proben vorliegen und das Gesundheitsamt das Wasser wieder freigibt, bleibt das Kainzenbad geschlossen.“ Ziel: Wiederöffnung kommende Woche In den kommenden Tagen wird das Schwimmbecken zunächst vollständig geleert und gereinigt. Erst dann kann wieder frisches Wasser eingelassen werden, das zunächst erneut beprobt wird. Der Markt rechnet damit, das Bad Ende kommender Woche wieder öffnen zu können – sofern alle Maßnahmen nach Plan laufen.