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Freiburg feiert Arbeitssieg gegen Jablonec -Freistoßtreffer von Grifo

Sport

Der SC Freiburg ist erfolgreich in die Conference League gestartet. Gegen den tschechischen Vertreter FK Jablonec gab es für den Bundesliga-Spitzenreiter ein 3:2 (1:1). Rekordtorschütze Vincenzo Grifo hatte die Breisgauer mit einem sehenswerten Freistoß in Führung gebracht (15.), ehe Matthias Ginter ins eigene Tor traf (25.). Ein Eigentor von Dusan Pavlovic (53.) und ein Treffer von Maximilian Eggestein (65.) brachten den SC Freiburg auf die Siegerstraße. Kurz vor Ende machte Garang Koul die Partie noch einmal spannend (90.+3).

„Der Traum vom Titel bleibt“, hatten die SC-Fans ihren Europapokal-Wunsch auf eine rot-weiße Choreo gepinselt, nachdem in der Vorsaison nur Aston Villa die Freiburger im Europa-League-Finale (0:3) stoppen konnte. Dass die Schuster-Elf auch in der Conference League gern wieder für das Endspiel nach Istanbul reisen würde, zeigten sie mit einem über weite Strecken dominanten Auftritt. Der Ball lief gut durch die Freiburger Reihen, die sich den tief stehenden Gegner immer wieder zurechtlegten und schon in der Anfangsphase einige Torchancen kreierten. Flügelflitzer Cyriaque Irié und Lukas Kübler, der einen Kopfball nach Irié-Flanke an die Latte setzte, verpassten die Führung noch knapp. Grifo machte es mit einem direkt verwandelten Freistoß aus 17 Metern dafür umso präziser.

Von den Gästen war offensiv quasi nichts zu sehen, trotzdem stand es zur Pause überraschend 1:1. Eine Hereingabe von Jiri Slama nahm Antonin Rusek direkt, Ginter fälschte den Ball unhaltbar für Backhaus ab. Schuster stemmte sichtlich bedient die Arme in die Hüften. Der Ausgleich entsprach so gar nicht dem Spielverlauf. Gästetrainer Lubos Kozel, der oft sein Notizbuch aus der Innentasche seines schwarzen Mantels hervorkramte, durfte den Treffer derweil nicht Rusek gutschreiben. Ginter wurde als Eigentorschütze gelistet. Den gut 300 Fans aus Nordböhmen, die schon in den Freiburger Stadtbahnen fleißig ihre Lieder angestimmt hatten, war's egal. Sie schwenkten glücklich ihre grün-weißen Fahnen.

In den Playoffs hatte sich der Club aus der 46.000-Einwohnerstadt Jablonec nad Nisou noch überraschend gegen den schottischen Spitzenclub Glasgow Rangers durchgesetzt. Doch in Freiburg blieb das Glück ein kurzes. Nach der Pause lag Jablonec, das auf alt-tschechisch Apfelbäumchen bedeutet, schnell wieder zurück: Pavlovic unterlief nach einem Eckstoß ebenfalls ein Eigentor. Der Videobeweis, den die organisierte SC-Fanszene erneut kritisch begleitete, löste auf, dass der Ball knapp hinter der Torlinie war.

In Stürmer Igor Matanovic und Linksverteidiger Jordi Makengo, die Lucas Höler und Günter ersetzten, schickte Schuster frische Kräfte aufs Feld. Für das vorentscheidende 3:1 sorgte aber Eggestein mit einer wuchtigen wie technisch anspruchsvollen Direktabnahme. Vom zweimaligen tschechischen Pokalsieger kam insgesamt viel zu wenig, um den Bundesliga-Tabellenführer ernsthaft zu gefährden. Kuols Tor zum 3:2 in der Nachspielzeit änderte daran nichts mehr. Für die in dieser Saison noch ungeschlagenen Breisgauer war es der achte Sieg im neunten Pflichtspiel. In der Bundesliga geht es für den Sport-Club am Sonntag in Leverkusen weiter. In der Conference League tritt die Schuster-Elf am kommenden Donnerstag bei der AS Monaco an.

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