Friedrich Merz: Beliebtheitswerte sinken laut ZDF
Bundeskanzler Friedrich Merz sinkt laut einer neuen Umfrage zufolge weiter in der Gunst der Wählerinnen und Wähler. Im neuen ZDF-»Politbarometer « für August kommt der CDU-Vorsitzende bei der Frage »Was halten Sie von?« auf einer Skala von +5 bis -5 auf einen Wert von minus 1,9. Das ist dem Sender zufolge ein persönlicher Negativrekord für Merz. Ende Juli war der Kanzler bei der von der Forschungsgruppe Wahlen durchgeführten Befragung noch mit minus 1,5 bewertet worden. Auch die Unzufriedenheit mit der Arbeit des Kanzlers erreicht demnach einen neuen Höchstwert. 75 Prozent der Befragten sind demnach unzufrieden mit Merz’ Arbeit, 20 Prozent sind zufrieden. Die Sympathie-Liste führt weiter Verteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) mit einem Wert von 1,3 an. SPD-Chef und Vizekanzler Lars Klingbeil befindet sich mit unverändert minus 0,6 im Negativbereich. Schlusslicht der Top-Ten-Liste ist AfD-Chefin Alice Weidel mit minus 2,5. Wähler vermuten mangelnden Rückhalt in den Parteien Laut Umfrage gibt es auch große Zweifel an dem Rückhalt von Friedrich Merz in den eigenen Reihen. 80 Prozent der Befragten, darunter 67 Prozent der Unionsanhänger meinen, dass die CDU nicht voll hinter ihrem Parteivorsitzenden steht. Aber auch bei den SPD-Parteichefs sind die Befragten skeptisch. Für 53 beziehungsweise 52 Prozent haben Lars Klingbeil (ja: 28 Prozent) und Bärbel Bas (ja: 22 Prozent) nicht die uneingeschränkte Unterstützung der SPD. Eher nicht zu neuen Sympathien in der Wählerschaft beitragen dürfte auch die geplante Rentenreform der schwarz-roten Koalition. 75 Prozent der Befragten sprachen sich in der Umfrage gegen die von der Rentenkommission empfohlene Abschaffung der sogenannten Rente mit 63 aus, nur 20 Prozent finden sie richtig. Die restlichen fünf Prozent waren unentschlossen. AfD in Sonntagsfrage weiter klar vorn In der Sonntagsfrage liegt die AfD laut ZDF und Forschungsgruppe Wahlen indes weiter klar vor CDU/CSU. Wäre am kommenden Sonntag Bundestagswahl, würden die AfD demnach auf 27 Prozent kommen, CDU/CSU würden mit 22 Prozent folgen. Damit verschlechtern sich beide um einen Prozentpunkt, der Abstand bleibt gleich. Die SPD hält sich demnach bei 12 Prozent, die Grünen würden sich um einen Prozentpunkt auf 14 Prozent verbessern, die Linke stünde stabil bei 12 Prozent und die FDP den Wiedereinzug ins Parlament mit vier Prozent wohl nicht schaffen. Schwarz-rot hätte unter diesen hypothethischen Mehrheitsverhältnissen weiterhin keine Mehrheit. Die Mannheimer Forschungsgruppe Wahlen befragte für das ZDF-»Politbarometer« vom 17. bis 19. August 1319 Wahlberechtigte – telefonisch und online erhoben. Als statistische Fehlertoleranz werden bei einem Anteilswert von 40 Prozent rund +/- drei Prozentpunkte und bei einem Anteilswert von 10 Prozent rund +/-zwei Prozentpunkte angegeben. Die Daten sind nach Angaben des Instituts repräsentativ.