Friedrich Merz: Merz wehrt sich gegen Vorwurf, Deutsche als faul bezeichnet zu haben
Bundeskanzler Friedrich Merz hat den Vorwurf zurückgewiesen, deutsche Arbeitnehmer beleidigt zu haben. »Ich habe nie jemandem persönliche Faulheit unterstellt«, sagte der CDU-Vorsitzende im ZDF-Sommerinterview. »Ich habe nur gesagt, dass die Zahl der geleisteten Arbeitsstunden in Deutschland im Augenblick zu niedrig ist.« Produktivität und wirtschaftliche Leistung seien zu gering – »da müssen wir ran«. Konfrontiert mit dem Vorwurf, er würde diejenigen beschimpfen, die das Land am Laufen halten, betonte Merz, er wolle niemandem persönlich zu nahe treten. »Ich versuche, ein Problem zu beschreiben, das wir haben, und ich versuche, aus dieser Problembeschreibung heraus eine Lösung zu entwickeln. Und natürlich geht das nur mit den Menschen.« Deutschland brauche »höhere Leistung« »Wenn wir uns diesen Sozialstaat weiter leisten wollen, dann müssen wir für den Sozialstaat gemeinsam arbeiten«, sagte der Kanzler. In einer Demokratie brauche man Zustimmung in der Breite der Bevölkerung. »Die haben wir im Augenblick nicht in dem Umfang. Deswegen werden wir noch viel mehr erklären müssen. Aber es hat keinen Sinn, etwas gesundzubeten, was im Augenblick nicht gesund ist«, sagte der Kanzler. »Ich weiß, wie viel Menschen leisten und arbeiten.« Er sehe das in Krankenhäusern, Pflegeheimen und an vielen anderen Stellen. »Ich sage aber auch: Insgesamt müssen wir in diesem Land einfach eine höhere Leistung erbringen. Und dazu stehe ich«, sagte Merz.