DAX +0,44 % 25.818,21 Pkt 18:00:00 MDAX +0,15 % 30.472,32 Pkt 18:00:00 Euro Stoxx 50 -1,22 % 6.131,31 Pkt 18:00:00 Dow Jones -1,34 % 51.770,31 Pkt 21:47:53 S&P 500 -2,12 % 7.580,07 Pkt 21:47:43 Nasdaq -4,19 % 25.437,00 Pkt 22:15:59 Nikkei -2,12 % 63.290,11 Pkt 07:45:03 Gold -3,29 % 3.898,90 USD 21:59:59 Silber -5,59 % 49,28 USD 21:59:59 Brent -1,26 % 113,43 USD 21:59:57 WTI +2,08 % 104,12 USD 21:59:59 Bitcoin +0,11 % 77.525,79 USD 01:38:08 EUR/USD +0,09 % 1,11660 USD 22:29:29 EUR/GBP -0,44 % 0,83320 GBP 22:27:29 EUR/CHF -0,32 % 0,92060 CHF 22:43:25 EUR/JPY -0,23 % 175,650 JPY 22:43:25

Führung will nach Landtagswahl Korrekturen am Reformkurs der Bundesregierung

Nation

Klingbeil sagte im ZDF, man müsse nun über die inhaltliche Politik reden. Viele Menschen seien unzufrieden mit dem Reformkurs der Bundesregierung. SPD-Generalsekretär Klüssendorf nannte die Reformen bei der Rente und der Pflege sowie die Aufstellung des Bundeshaushalts als Themen, bei denen Gesprächsbedarf bestehe. Vor allem ⁠die ⁠geplante Abschaffung der abschlagsfreien ⁠Rente nach 45 Beitragsjahren treffe die SPD-Anhänger.

Der stellvertretende SPD-Vorsitzende Schweitzer sprach sich ebenfalls für Korrekturen aus. Er sagte im Deutschlandfunk, die Bundespolitik trage keinen geringen Anteil am Wahlausgang.

Amthor (CDU): Kurs nicht infrage stellen

Der Staatsminister im Kanzleramt, der CDU-Politiker Amthor, sagte dagegen im Deutschlandfunk, den Kurs der Bundesregierung infrage zu stellen wäre die völlig falsche Antwort. Dass die Reformen bislang unterlassen worden seien, sei das Problem - und nicht dass sich die Bundesregierung nun bemühe, diesen Fehler zu reparieren.

Kanzleramtsministerin Warken (CDU) betonte, ein Problem sei, dass die angestoßenen Reformen erst ihre Wirkung entfalten müssten. An ihnen müsse die Regierung weiterhin festhalten. Das Ergebnis in Sachsen-Anhalt nannte sie eine "Zäsur" für die CDU.

Auch der CSU-Landesgruppenchef im Bundestag, Hoffmann, warnte die Koalition im Bund vor einem Abweichen von ihrem Reformkurs. Das schwierige Wahlergebnis ändere nichts am Reformbedarf des Landes, sagte Hoffmann der "Rheinischen Post".

Grünen-Chef Banaszak: Vertrauenskrise ernst nehmen

Der Bundesvorsitzende der Grünen, Banaszak, erklärte, nach dem starken Abschneiden der AfD müssten jetzt alle demokratischen Kräfte die Vertrauenskrise gegenüber Politik und staatlichen Institutionen ernst nehmen. Man dürfe aber nicht vergessen, dass eine Mehrheit in Sachsen-Anhalt nicht die AfD gewählt habe und nicht wolle, dass deren Wahlprogramm umgesetzt werde, sagte Banaszak im Deutschlandfunk.

Der EU-Abgeordnete der Linken, Schirdewan, sprach von einer Zäsur. Jetzt müsse darüber geredet werden, wie die Demokratie gegen die extremen Rechten verteidigt werden könne.

Chrupalla: Werden Regierungsauftrag annehmen

Der Co-Bundessprecher der AfD, Chrupalla, erklärte, die AfD werde den Regierungsauftrag in Sachsen-Anhalt annehmen. Er rief die anderen Parteien zur Zusammenarbeit auf. Es sei aber auch eine AfD-Minderheitsregierung in Sachsen-Anhalt denkbar.

Spitzengremien der Bundesparteien beraten über Wahlausgang

Die Spitzengremien der Parteien im Bund beraten heute in Berlin über den Ausgang der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt. Nach der Sitzung des CDU-Vorstands will deren Vorsitzender, Bundeskanzler Merz, gemeinsam mit Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Schulze vor die Presse treten. Auch die anderen Parteien wollen sich nach ihren Beratungen äußern.

Aus dem Deutschlandfunk-Programm

Diese Nachricht wurde am 07.09.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.

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