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Fünf Produkte fallen bei Öko-Test durch

Wirtschaft

Gemüsebrühe gehört in der kühlen Jahreszeit in viele Küchen – doch ausgerechnet einige konventionelle Produkte schneiden in einer aktuellen Untersuchung von „Öko-Test“ schlecht ab. In zahlreichen Brühen wurden Pestizidrückstände nachgewiesen. Fünf der insgesamt 27 getesteten Produkte fallen mit „mangelhaft“ oder „ungenügend“ durch.

Ob Suppe, Eintopf, Soße oder Risotto: Gemüsebrühe sorgt bei vielen Herbstgerichten schnell für mehr Geschmack. Doch ein Blick auf den aktuellen Test von „Öko-Test“ (Ausgabe 10/2026) zeigt deutliche Unterschiede zwischen den Produkten.

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Die Verbraucherschützer haben insgesamt 27 Gemüsebrühen und Gemüsebouillons untersuchen lassen. Besonders auffällig: Während die getesteten Bio-Produkte durchweg überzeugen konnten, fanden die Labore in fast allen Brühen mit Gemüse aus konventionellem Anbau mindestens ein Pestizid. Teilweise blieb es nicht bei einem einzelnen Rückstand.

Bis zu vier verschiedene Pestizide in einer Gemüsebrühe

Bei einem der untersuchten Produkte wies das Labor laut „Öko-Test“ sogar Spuren von vier unterschiedlichen Pestiziden nach. Gerade solche Mehrfachrückstände bewerten die Tester kritisch. Denn wie verschiedene Pestizide miteinander wechselwirken können, sei bislang nicht ausreichend erforscht.

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Auch einzelne nachgewiesene Wirkstoffe sieht „Öko-Test“ kritisch. So stehe Difenoconazol unter Krebsverdacht. Clothianidin und Pyraclostrobin würden als vermutlich reproduktionstoxisch eingestuft. Die Pestizidrückstände könnten beispielsweise über das verwendete Gemüse in die Brühen gelangt sein.

Fünf Gemüsebrühen fallen bei Öko-Test durch

Die Folgen für das Testergebnis sind deutlich: Fünf der insgesamt 27 untersuchten Gemüsebrühen erhalten lediglich die Gesamturteile „mangelhaft“ oder „ungenügend“. Unter den Verlierern befindet sich auch ein Markenprodukt.

Pestizide waren allerdings nicht der einzige Kritikpunkt. Die Tester nahmen auch die Zusammensetzung der Brühen genauer unter die Lupe. Punktabzug gab es unter anderem für einen zu hohen Salzgehalt. Als Grenze setzte „Öko-Test“ mehr als 0,90 Gramm Salz pro 100 Milliliter fertig zubereiteter Brühe an. Auch zugesetzte Aromen und Geschmacksverstärker wirkten sich negativ auf die Bewertung aus.

Wenig Gemüse, dafür viel Salz und Aroma

Dabei fiel den Testern ein weiterer Zusammenhang auf: Produkte mit einem niedrigen Gemüseanteil enthielten häufig vergleichsweise viel Salz und Aromastoffe.

Verbraucher sollten deshalb nicht nur auf die Vorderseite der Verpackung schauen. Ein Blick auf Zutatenliste und Gemüseanteil kann zeigen, wie viel Gemüse tatsächlich im Produkt steckt und womit der Geschmack zusätzlich erzeugt wird.

Bio-Gemüsebrühen schneiden deutlich besser ab

Erfreulich fällt das Ergebnis dagegen für die Bio-Produkte aus. Alle 17 getesteten Gemüsebrühen mit Bio-Siegel erreichten mindestens das Gesamturteil „gut“.

Zwei Produkte erhielten sogar die Bestnote „sehr gut“:

• Knorr Bio GemüseBouillon – umgerechnet 34 Cent pro Liter zubereiteter Brühe

• Rewe Bio Gemüsebrühe mit 20 Prozent Gemüse – umgerechnet 20 Cent pro Liter zubereiteter Brühe

Damit zeigt der Test einen deutlichen Unterschied zwischen Bio- und konventionellen Produkten.

Allerdings bedeutet konventionelle Gemüsebrühe nicht automatisch ein schlechtes Ergebnis. Unter den konventionell hergestellten Produkten erreichten zwei die Note „gut“, drei weitere wurden mit „ausreichend“ bewertet.

Wer beim Kochen möglichst wenig unerwünschte Rückstände in der Gemüsebrühe haben möchte, findet laut dem aktuellen Test vor allem unter den Bio-Produkten eine große Auswahl gut bewerteter Produkte.

dpa/lai

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