Funkturm Berlin: Fahrstuhl kaputt - Besucher sitzen in 126 Metern Höhe fest
KI-Stimme. Info
Was als besonderer Geburtstag mit Aussicht über Berlin begann, entwickelte sich für eine Gruppe Feiernder und weiterer Funkturm-Besucher zu einem Nervenkitzel. Weil der Aufzug ausfiel, konnten mehrere Gäste das Restaurant (in 55 Metern Höhe) und die Aussichtsplattform (in 126 Metern Höhe) zunächst nicht verlassen.
Wie ein Reporter berichtete, habe die Gruppe zunächst rund eine Stunde gewartet und gehofft, dass der Fahrstuhl wieder in Betrieb gehen würde. Schließlich hätten die Gäste den Notrufknopf betätigt und sich erkundigt, was mit dem Aufzug los sei. Die Antwort sei ernüchternd gewesen: Der Fahrstuhl funktioniere nicht mehr.
Den Feiernden auf der Aussichtsplattform sei daraufhin mitgeteilt worden, dass sie die Treppen nehmen sollten. Für einige der Gäste sei das jedoch keine Option gewesen. Unter ihnen hätten sich auch ältere Menschen befunden, die nicht mehr in der Lage gewesen seien, die zahlreichen Stufen nach unten zu bewältigen.
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Gäste sitzen auf Funkturm fest: Feuerwehr rückt an
Daraufhin wurde gegen 21:40 Uhr die Feuerwehr alarmiert. Einsatzkräfte stiegen über die Treppen zu den Gästen hinauf, um sie zu betreuen und die Lage zu erkunden. Auf der Aussichtsplattform wurde zudem vorsorglich eine medizinische Versorgung eingerichtet.
Parallel versuchten die Feuerwehr und der Betreiber, den Aufzug wieder in Betrieb zu nehmen. Für den Fall, dass das nicht gelingen sollte, wurden außerdem speziell ausgebildete Höhenretter alarmiert. Eine Rettung aus großer Höhe wurde vorbereitet.
Besucher harren im Restaurant und auf der Aussichtsplattform aus
Im Restaurant befanden sich nach Angaben der Feuerwehr mehrere Personen. Bis auf einen Gast konnten sie den Funkturm schließlich in Begleitung der Einsatzkräfte über die Treppe verlassen. Eine Person war aufgrund gesundheitlicher Einschränkungen nicht in der Lage, die Treppen selbstständig zu bewältigen. Sie wurde mithilfe eines Evakuierungsstuhls von den Einsatzkräften nach unten gebracht.
Auf der Aussichtsplattform befanden sich sechs Personen. Zwei von ihnen konnten den Funkturm ebenfalls über die Treppe verlassen. Für die verbliebenen vier Gäste gab es schließlich eine andere Lösung: Der Aufzug konnte in den Notbetrieb geschaltet werden. Die vier Personen wurden damit sicher von der Aussichtsplattform nach unten gebracht. Die zwischenzeitlich vorbereitete Rettung durch die Höhenretter war dadurch nicht mehr notwendig.
Verletzt wurde bei dem Einsatz glücklicherweise niemand. Insgesamt waren nach Angaben der Feuerwehr 16 Einsatzkräfte rund zwei Stunden am Funkturm gebunden.
Für die Geburtstagsgesellschaft dürfte der Abend dennoch lange in Erinnerung bleiben.