Für ihn war es „ein bisschen normal“ in Bordell vorbeizuschauen
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Für TV-Koch Steffen Henssler war es "ein bisschen normal“, mittags in einem Bordell vorbeizuschauen
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Der TV-Star wuchs in Hamburg auf und verkehrte schon früh auf dem Kiez. Dort ging er auch in das ein oder andere Lokal, für das er eigentlich noch zu jung war.
Hamburg – Zwischen Rotlichtmilieu und Restaurants: Steffen Henssler (54) hat eine Jugend erlebt, die sich wohl deutlich von der vieler Gleichaltriger unterschied. Schon mit 13 oder 14 Jahren war der heutige Fernsehkoch regelmäßig auf dem Hamburger Kiez unterwegs. Was für andere Jugendliche wohl ziemlich aufregend gewesen wäre, gehörte für ihn zum Alltag.
In der MDR-Talkshow „Riverboat“ spricht Henssler in der Folge vom Freitag, 9. Oktober 2026, überraschend offen über diese Zeit. Dabei sorgt er zunächst mit einem frechen Spruch für Lacher, bevor er erklärt, warum er bereits als Teenager Kontakte ins Rotlichtmilieu hatte. Mit seinem heutigen Berufsleben als Gastronom hängt das sogar unmittelbar zusammen.
Steffen Henssler erzählt von seiner ungewöhnlichen Jugend
Auf die Frage, ob Steffen Henssler für Besuche in bestimmten Etablissements nicht viel zu jung gewesen sei, reagiert der Koch zunächst schlagfertig. Er habe dort schließlich nur etwas essen wollen: „Das war mittags immer günstiger.“ Anschließend wird der 54-Jährige ernst. Schon früh habe er im Restaurant seines Vaters mitgearbeitet. Dort verkehrten auch Menschen, die ihr Geld auf dem Kiez verdienten und gerne gut essen gingen. „Deswegen gab es diverse Freundschaften, Kontakte, und deswegen war das so ein bisschen normal, dass man da mal rumhängt, mal mittags in einem Bordell Guten Tag sagt und wieder geht“, erklärt Henssler.
Seine Verbindung zum Hamburger Kiez blieb auch später bestehen. In der berühmten Kneipe „Zur Ritze“, die über einen eigenen Boxkeller verfügt, trainierte Henssler sogar und bestritt Amateurboxkämpfe.
Während der Fernsehkoch auf seine aufregende Jugend zurückblickt, gibt es für eines seiner ehemaligen Lokale eher unschöne Nachrichten. Wie die Lübecker Nachrichten berichten, schließt das Ahoi-Restaurant in Grömitz am 19. Oktober 2026. Das Lokal an der Strandpromenade hatte erst im Frühjahr 2023 eröffnet. Nach rund dreieinhalb Jahren ist damit Schluss. Warum der Standort aufgegeben wird, ist bislang nicht bekannt. Grömitz‘ Tourismuschef Manfred Wohnrade bedauert die Entscheidung, da ein ganzjährig geöffnetes Restaurant für den Küstenort eine Bereicherung sei.