DAX +1,62 % 25.590,77 Pkt 18:00:00 MDAX +2,07 % 30.495,47 Pkt 18:00:00 Euro Stoxx 50 +0,79 % 6.164,69 Pkt 18:00:00 Dow Jones +0,31 % 52.377,57 Pkt 21:48:23 S&P 500 +1,30 % 7.722,60 Pkt 21:48:15 Nasdaq +2,01 % 26.477,81 Pkt 22:15:59 Nikkei +1,73 % 63.268,37 Pkt 07:45:03 Gold +0,92 % 4.075,50 USD 23:24:59 Silber +0,82 % 54,55 USD 23:24:55 Brent -5,50 % 109,44 USD 23:18:58 WTI -1,88 % 99,85 USD 23:25:12 Bitcoin +0,98 % 80.786,97 USD 23:35:25 EUR/USD -0,76 % 1,11330 USD 23:34:44 EUR/GBP -0,25 % 0,83640 GBP 23:35:30 EUR/CHF -0,17 % 0,92250 CHF 23:35:29 EUR/JPY -0,05 % 175,835 JPY 23:35:29

Für wen sie jetzt sinnvoll ist

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Dr. Föll empfiehlt die Impfung "für alle Menschen ab 60 Jahren und für alle Patienten, die jünger sind, wenn sie chronische Lungenerkrankungen, Herz-Kreislauf-Erkrankungen oder Diabetes haben". Er orientiert sich dabei an den aktuellen Empfehlungen der Ständigen Impfkommission (STIKO). Wer viel Kontakt zu solchen Risikogruppen hat, kann mit der Impfung auch andere schützen.

Die Empfehlung umfasst außerdem Menschen, die durch ihren Job ein erhöhtes Ansteckungsrisiko haben. Dazu gehört zum Beispiel medizinisches Personal. Aber auch Menschen, die im Job viel Kontakt mit anderen haben, zählen dazu.

Personen mit erhöhtem Risiko laufen laut STIKO Gefahr, dass sie einen schweren oder tödlichen Krankheitsverlauf entwickeln.

Auch Dr. Föll spricht sich klar für die Impfung aus. "Die Influenza kann eine schwerwiegende Infektionskrankheit sein. Durch eine Impfung kann zumindest im gewissen Grad ein schwerer Verlauf abgemildert oder ganz abgewehrt werden", so der Allgemeinmediziner.

Trotzdem sinkt die Zahl der Menschen, die sich gegen Influenza impfen lassen, seit ein paar Jahren kontinuierlich. In der Saison 2024/25 ließen sich laut Robert Koch-Institut (RKI) nur 34,5 Prozent der Über-60-Jährigen gegen Grippe impfen.

Dass Hausärzte wie Dr. Föll in Münster bereits zahlreiche Patientinnen und Patienten impfen, ist kein Zufall. Laut STIKO steigen die Zahlen der Grippeerkrankungen ab Ende September. Laut dem aktuellen Grippe-Wochenbericht des RKI erhöht sich die Zahl der Erkrankungen seit Mitte August kontinuierlich. Mitte September lag die Zahl demnach "auf einem moderaten Niveau und weiterhin im üblichen Wertebereich".

In der vergangenen Saison erreichte die Grippewelle laut RKI zwischen Ende November und Anfang März ihren Höhepunkt. Da es bis zu zwei Wochen dauert, bis der Impfschutz aufgebaut ist, kann eine Impfung bereits jetzt sinnvoll sein.

In der Hausarztpraxis in Münster werden Patienten schon seit Ende September geimpft.

Bildquelle: WDR/ Leo Hesse

Generell empfiehlt die STIKO, sich spätestens bis Mitte Dezember impfen zu lassen, um rechtzeitig geschützt zu sein. Wer die Impfung bis dahin verpasst hat, muss aber nicht auf den nächsten Herbst warten. Auch eine spätere Impfung kann sinnvoll sein, sollte es zu einer Grippewelle am Anfang des nächsten Jahres kommen, so die STIKO.

Vor der Impfung werden die Patienten über den Impfstoff und auch über mögliche Nebenwirkungen aufgeklärt. Dann heißt es: Ärmel hochkrempeln und die Stelle wird desinfiziert. Der eigentliche Piks dauert nur ein paar Sekunden. Zum Schluss kommt noch ein Pflaster drauf und dann dürfen die Patienten auch schon gehen.

Der schnelle Grippeimpfcheck

Du bist 60 oder älter, schwanger, chronisch erkrankt oder gehörst aus beruflichen bzw. persönlichen Gründen zu einer Risikogruppe? Dann empfiehlt die STIKO eine Impfung.

Von Oktober bis Mitte Dezember ist das bevorzugte Zeitfenster.

Aber auch eine spätere Impfung kann sinnvoll sein, wenn eine Grippewelle erst Anfang des nächsten Jahres kommt.

Die meisten Menschen vertragen Grippeimpfungen in der Regel gut. Nach der Injektion können für kurze Zeit Beschwerden wie Müdigkeit, leichtes Fieber, Kopf-, Muskel- oder Gliederschmerzen auftreten. Auch die Einstichstelle kann vorübergehend schmerzen, gerötet sein oder anschwellen. Meist verschwinden diese Beschwerden nach ein bis zwei Tagen von selbst wieder.

Das RKI weist außerdem darauf hin, dass die Influenza-Impfung keine Grippeerkrankung auslöst, da Totimpfstoffe keine Infektionskrankheiten auslösen können.

Wer zu einer Risikogruppe gehört und deshalb eine Grippeimpfung braucht, bekommt sie in der Regel von seiner Krankenkasse vollständig bezahlt. Bei privaten Krankenkassen müssen die Versicherten oft in Vorleistung gehen, die Kosten werden im Nachgang aber erstattet. Viele Krankenkassen übernehmen die Kosten für die Impfung aber auch, wenn die Versicherten nicht zur einer Risikogruppe gehören - eine Nachfrage lohnt sich also.

Wer die Kosten selbst tragen muss, zahlt ungefähr 45 bis 60 Euro für den Impfstoff und die Impfung beim Arzt.

Unsere Quellen:

WDR-Reporterin vor Ort

WDR-Gespräch mit Hausarzt Dr. Daniel Föll

Robert Koch-Institut (RKI)

Ständige Impfkommission des RKI

Sendung: WDR.de, Sollte ich mich jetzt gegen Grippe impfen lassen?, 22.09.2026, 19:01 Uhr

Erstveröffentlichung des Beitrags am 22.09.2026

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