Fußball-Nationalmannschaft: Antonio Rüdiger tritt aus deutscher Nationalmannschaft zurück
Antonio Rüdiger hat rund zwei Monate nach dem WM-Aus seinen Rücktritt aus der Fußball-Nationalmannschaft erklärt. »Nach einiger Zeit des Nachdenkens« sei für ihn der Zeitpunkt gekommen, seine Karriere in der Nationalmannschaft zu beenden und »den Weg für die junge Generation freizumachen«, schrieb Rüdiger auf Instagram. Für ihn beginne jetzt ein neues Kapitel, in dem er sich »voll und ganz« auf seinen Verein konzentrieren werde.
Der 33 Jahre alte Innenverteidiger von Real Madrid spielte seit 2014 insgesamt 86 Mal für die DFB-Auswahl und nahm an drei Welt- und zwei Europameisterschaften teil. Seinen einzigen Titel gewann er 2017 mit dem Team beim Confederations Cup in Russland.
Über Jahre war Rüdiger eine feste Größe in der deutschen Abwehr. Im Herbst 2025 verlor er seinen Stammplatz bei Ex-Bundestrainer Julian Nagelsmann wegen einer Verletzung. Nach der Knöchelverletzung von Nico Schlotterbeck im zweiten Spiel der Weltmeisterschaft wechselte Rüdiger aus der Reservistenrolle.
Rüdiger blickt auf lange Länderspielkarriere zurück
Nach Torwart Manuel Neuer ist Rüdiger der zweite Nationalspieler, der nach der WM seine DFB-Karriere beendet. Die DFB-Elf startet unter dem neuen Bundestrainer Jürgen Klopp am 24. September in den Niederlanden in die Nations League.
Sein erstes Spiel für den DFB spielte Rüdiger 2014 in einem Test-Länderspiel gegen Polen (0:0). Zum folgenden WM-Kader für Brasilien gehörte er aber noch nicht. Wegen eines Kreuzbandrisses im Trainingslager platzte auch sein Turnierdebüt bei der EM 2016. Bei der WM 2018 spielte Rüdiger nur beim 2:1 gegen Schweden. Als Stammspieler war er dann bei der WM 2022 in Katar im Einsatz. Nach dem WM-Aus in der Zwischenrunde 2026 gegen Paraguay (3:4 im Elfmeterschießen) hatte er ausdrücklich Nagelsmann für die sportliche Enttäuschung in Schutz genommen.
»Auch wenn der große Titel bei den letzten Turnieren ausblieb und wir manche schmerzhafte Niederlage hinnehmen mussten, war diese Zeit für mich ein extrem besonderes Kapitel, das mich für immer prägen wird«, schrieb der gebürtige Berliner zu seinem Rücktritt.