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Fußball: TSV 1860 München kauft in Insolvenzverfahren alte Markenrechte zurück

Sport

Das Insolvenzverfahren gegen die alte Spielbetriebsgesellschaft KGaA des Fußballvereins TSV 1860 München ist seit diesem Dienstag eröffnet. Diesen Beschluss fasste das Amtsgericht München und bestellte den Anwalt Max Liebig zum Insolvenzverwalter.

Wie der Regionalligist mitteilte, erwarb der Verein nach der Eröffnung des Verfahrens unter anderem seine Markenrechte von dem Sportinvestor Hasan Ismaik zurück. Der vorläufige Gläubigerausschuss, dem Liebig bereits vorsaß, stimmte demnach einem Angebot der 1860-Spielbetriebs-GmbH zu. Unter ihrem Schirm stellt sich der Traditionsverein derzeit neu auf, nachdem er sich von dem jordanischen Investor getrennt hatte. Somit darf sich der Verein künftig wieder »TSV 1860 München« nennen und seine Spieler dürfen das Löwen-Wappen mit der Aufschrift »1860« tragen, das die Münchener seit den Siebzigerjahren nutzen.

»Der Löwe ist zurück«

Zum Saisonstart war der TSV 1860 auf ein altes, ovales Logo ausgewichen. Grund war der Streit um die Merchandising-Rechte mit Hasan Ismaik, der den Traditionsklub seit 2011 mitfinanziert hatte. Wegen anhaltender Streitigkeiten um Ismaiks Mitbestimmungsrechte hatte dieser im Juni schon zum wiederholten Mal seine Zahlungen eingestellt, woraufhin die Münchener die Drittligalizenz nicht erlangen konnten und in die Regionalliga abstiegen. An der insolvent gegangenen KGaA hielt Ismaik sechzig Prozent.

»Der Löwe ist zurück – das ist ein starkes Signal für unsere Fans, unsere Partner und den gesamten Verein«, teilte 1860-Präsident Gernot Mang mit. Der Regionalligist will nach eigenen Angaben bald alle Gläubiger bitten, ihre Forderungen anzumelden. Darunter seien auch Tausende Fans, die Dauerkarten für die Drittligasaison gekauft haben, in der der TSV 1860 nicht antreten durfte.

Verein will Beschäftigte der KGaA übernehmen

Über den Kaufpreis für die Markenrechte wird nach Vereinsangaben Stillschweigen bewahrt. »Mit dem Erwerb sollen auch Beschäftigte übernommen werden. Darunter auch der noch an die KGaA gebundene Kader von Spielern aus der U19, U21 und dem ehemaligen Profibereich.« Der Verein will auch seine Trainingsplätze zurückkaufen, hierüber sei aber noch keine abschließende Einigung erzielt worden.

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