Fußball-WM 2026 "manipuliert"? Schiri-Boss Collina reagiert auf Vorwürfe
Im Achtelfinale der Fußball-WM 2026 schied Ägypten denkbar bitter gegen Argentinien aus. Der Titelverteidiger drehte dank drei später Treffer einen 0:2-Rückstand und machte damit die Teilnahme an der Runde der letzten Acht perfekt. Die Nordafrikaner monierten anschließend, Schiedsrichter Francois Letexier habe "absolut unfair" gepfiffen, und bezeichneten die Weltmeister als "manipuliert". Das wollte Pierluigi Collina so nicht stehen lassen. "Der Schiedsrichter war unfair, absolut unfair. Das war eine eklatante Ungerechtigkeit. Er war eindeutig voreingenommen gegen uns. Wir können nicht einfach so ausscheiden, wo wir doch mit 2:0 gegen Argentinien in Führung lagen. Die WM ist manipuliert. Glückwunsch an Argentinien zum vorzeitigen Gewinn der Weltmeisterschaft, das ist alles geplant", war Ägyptens Offensivspieler Mostafa Ziko am Dienstagabend fassungslos. Auch Trainer Hossam Hassan wählte Worte, die noch für einen heftigen Nachhall sorgen sollten. "Es schien, als habe die argentinische Seite Druck auf den Schiedsrichter ausgeübt. Es geht immer um Geld. Sie wollen, dass Messi im Turnier bleibt. Im Fußball passieren viele Dinge außerhalb des Spielfeldes wegen Interessen", wetterte der 59-Jährige nach der Partie. Vorwürfe gegen Schiedsrichter nur "unbegründete Anschuldigungen" Die Kritik am französischen Schiedsrichter Francois Letexier konnte FIFA-Schiedsrichterchef Pierluigi Collina allerdings nicht nachvollziehen. "Unbegründete Anschuldigungen haben in unserem Sport keinen Platz", wird der Italiener auf der Homepage des Weltverbandes zitiert: "Niemand kann behaupten, dass Schiedsrichterentscheidungen von irgendjemandem beeinflusst werden können, nicht einmal vom FIFA-Präsidenten." Nach dem bitteren WM-Aus hatten die Nordafrikaner offiziell Beschwerde eingelegt und den Ausschluss des französischen Schiedsrichters gefordert. Collina hatte dafür keinerlei Verständnis. Mit den öffentlichen Äußerungen und der Beschwerde könne man "Reaktionen hervorrufen, die zu Drohungen gegen sie und ihre Familien führen. Das ist nicht richtig." Nach Ansicht der Ägypter hatte es vor dem argentinischen Siegtor durch Enzo Fernández (90.+2) ein Foul im argentinischen Strafraum gegeben, das einen Strafstoß zur Folge hätte haben müssen. Außerdem sei ein Tor von Mostafa Ziko (58.) zu Unrecht aberkannt worden. Collina sieht das anders und betonte, der Unparteiische habe in Zusammenarbeit mit dem VAR jeweils die richtige Entscheidung getroffen. Vor dem zurückgenommenen Tor sei Ägyptens Marwan Attia auf den Fuß von Lisandro Martínez gestiegen. "Ein Foul ist ein Foul", so der ehemalige Weltklasse-Schiri. Bei der Szene vor dem späten Siegtor habe es sich dagegen um einen "normalen Fußball-Kontakt gehandelt", sagte er,