Galaxy AI rückt ins Zentrum der Premiumstrategie
Samsung hat am vergangenen Freitag den weltweiten Verkauf seiner neuen Premiumgeräte gestartet und rückt dabei weniger die Hardware als vielmehr die geräteübergreifende KI-Plattform Galaxy AI in den Mittelpunkt. Seit dem 7. August sind die Smartphones Galaxy Z Fold8 Ultra, Galaxy Z Fold8 und Galaxy Z Flip8 sowie die Smartwatches Galaxy Watch Ultra2 und Galaxy Watch9 erhältlich. Mit der neuen Gerätegeneration verfolgt der Konzern das Ziel, künstliche Intelligenz als verbindendes Element seines gesamten Galaxy-Ökosystems zu etablieren. Galaxy AI wird zur Plattform über alle Geräte hinweg Im Mittelpunkt der neuen Generation stehen erweiterte KI-Funktionen wie „Now Brief“, das personalisierte Informationen auf Basis von Routinen und Interessen bereitstellt, sowie „Now Nudge“, das aus laufenden Aktivitäten Handlungsempfehlungen ableiten soll. Hinzu kommt die tiefere Integration von Google Gemini, wodurch Anwendungen und Dienste stärker miteinander verknüpft werden. Samsung verfolgt damit den Ansatz, Galaxy AI nicht nur als Sammlung einzelner Funktionen, sondern als intelligente Assistenz über Smartphones, Smartwatches und weitere Galaxy-Geräte hinweg auszubauen. Ziel ist eine stärker personalisierte Nutzererfahrung und ein enger verzahntes Geräteökosystem. Fold8 Ultra setzt die neue Premiumspitze An der Spitze des Portfolios steht das Galaxy Z Fold8 Ultra mit einer unverbindlichen Preisempfehlung ab 2.199 Euro. Das Modell verfügt über ein acht Zoll großes Hauptdisplay, ein 200-Megapixel-Kamerasystem, den Snapdragon 8 Elite Gen 5 for Galaxy sowie einen 5.000-mAh-Akku mit 45-Watt-Schnellladefunktion. Darunter positioniert Samsung das Galaxy Z Fold8 ab 1.999 Euro. Es richtet sich an Nutzer, die ein leichteres Foldable mit produktivitätsorientiertem Formfaktor suchen. Das Galaxy Z Flip8 startet bei 1.299 Euro und bleibt der vergleichsweise günstigere Einstieg in Samsungs Foldable-Serie. Mit seinem erweiterten Außendisplay soll es KI-Funktionen bereits ohne vollständiges Aufklappen zugänglich machen. Smartwatches werden Teil des KI-Ökosystems Parallel erweitert Samsung sein Wearable-Angebot. Die Galaxy Watch9 ist ab 409 Euro erhältlich, während die Galaxy Watch Ultra2 mit Titangehäuse, 800-mAh-Akku und umfangreichen Outdoor-Funktionen ab 749 Euro angeboten wird. Auch bei den Smartwatches steht die KI-Integration im Fokus. Gesundheits- und Aktivitätsdaten werden mithilfe von Galaxy AI ausgewertet und in personalisierte Empfehlungen für Schlaf, Fitness und Erholung umgesetzt. Damit dienen die Uhren zugleich als zusätzliche Datenquelle innerhalb des Galaxy-Ökosystems. Samsung setzt auf Wachstum im Foldable-Markt Mit der neuen Gerätegeneration konzentriert sich Samsung auf eines der wenigen Wachstumssegmente des Smartphone-Marktes. Während Analysten für den weltweiten Smartphone-Markt 2026 rückläufige Auslieferungen erwarten, rechnen Marktforscher im Foldable-Segment mit einem deutlichen Wachstum. Samsung will seine führende Position in diesem Bereich weiter ausbauen und sich gleichzeitig auf einen intensiveren Wettbewerb vorbereiten. Insbesondere der erwartete Markteintritt Apples bei faltbaren Smartphones dürfte den Premiummarkt in den kommenden Jahren verändern. Ökosystem statt Einzelgerät Langfristig verfolgt Samsung eine Strategie, bei der Hardware, Software und KI-Dienste immer enger zusammenwachsen. Galaxy AI, Google Gemini und die Sicherheitsplattform Knox bilden dabei die technologische Grundlage. Mit jedem zusätzlichen Galaxy-Gerät sollen Nutzer stärker in das Ökosystem eingebunden werden, wodurch sich zusätzliche Möglichkeiten für Dienste, Zubehör und Upgrades eröffnen. Die neue Gerätegeneration zeigt damit vor allem eines: Für Samsung entwickelt sich künstliche Intelligenz zunehmend zum zentralen Differenzierungsmerkmal seiner Premiumstrategie.