Galaxy Z Fold 8: Samsung präsentiert dünnste Faltgeräte mit neuer Display-Technik
Samsung setzt mit neuen Falt-Handys auf breitere Displays und KI-Funktionen – der Kampf um den Faltmarkt wird härter. Der südkoreanische Technologiekonzern hat heute im Rahmen seines Galaxy-Unpacked-Events die achte Generation seiner Faltgeräte präsentiert. Die neuen Modelle Galaxy Z Fold 8, Galaxy Z Fold 8 Ultra und Galaxy Z Flip 8 kommen pünktlich, bevor Apple und Xiaomi in den kommenden Monaten ebenfalls angreifen wollen. Für Samsung geht es um nicht weniger als die Verteidigung der Marktführerschaft in einem Segment, das sich vom Nischenprodukt zum Massenmarkt entwickelt. Schlankeres Design mit fast unsichtbarer Falte Das Galaxy Z Fold 8 präsentiert sich mit einem grundlegend überarbeiteten Formfaktor. Das 7,6-Zoll große innere AMOLED-Display hat nun ein 4:3-Seitenverhältnis – eine deutliche Abkehr von den schmaleren Vorgängermodellen. Mit 201 Gramm Gewicht und einer Dicke von nur 4,5 Millimetern im aufgeklappten Zustand (9,7 mm geschlossen) gehört es zu den filigransten Faltgeräten am Markt. Samsung setzt auf eine neue „Flex Titanium"-Displaytechnologie, die die sichtbare Knickfalte nahezu verschwinden lassen soll. Ein cleverer Schachzug – denn genau dieser optische Makel hielt viele Interessenten bisher vom Kauf ab. Angetrieben wird das Standardmodell vom Snapdragon 8 Elite Gen 5-Prozessor, der Akku fasst 4800 mAh. Überraschend: Samsung verzichtet beim Fold 8 auf das Teleobjektiv und den S-Pen-Support. Stattdessen setzt der Hersteller auf ein duales 50-MP-Kamerasystem und adressiert damit bewusst ein breiteres Publikum jenseits der Profi-Nutzer. Ultra-Modell mit 200-MP-Kamera Wer mehr will, greift zum Galaxy Z Fold 8 Ultra. Es bietet eine 200-Megapixel-Hauptkamera und einen größeren 5000-mAh-Akku. Beide Modelle nutzen Silizium-Kohlenstoff-Akkutechnologie, die laut Samsung für 1200 Ladezyklen ausgelegt ist. Die Preise liegen auf Premium-Niveau: In den USA startet das Standard-Fold bei 1899,99 Euro, das Ultra-Modell dürfte entsprechend teurer ausfallen. Vorbestellungen sind seit dem 22. Juli möglich, die Auslieferung soll Anfang August beginnen. KI als entscheidender Faktor Software-seitig kommen die neuen Geräte mit Android 17 und Samsungs One UI 9. Der Fokus liegt auf künstlicher Intelligenz: Gemini AI ist tief integriert, ein eigenes „Fan Cam"-Tool ermöglicht KI-gestützte Videobearbeitung. Samsung bestätigte zudem die Fortsetzung der Zusammenarbeit mit Google bei Smart Glasses. Dieser KI-Schwerpunkt ist kein Zufall. Bereits im Juni hatte vivo mit dem X Fold6 einen Konkurrenten vorgestellt, der mit einem „Atomic Workstation"-Modus für vier gleichzeitige Fenster neue Maßstäbe im mobilen Multitasking setzte. Samsung muss hier nachlegen. Apple und Xiaomi lauern Der Zeitpunkt der Markteinführung ist strategisch gewählt. Im Herbst 2026 wird Apple mit dem iPhone Ultra in den Faltmarkt einsteigen – das Gerücht besagt ein 7,8-Zoll-Innendisplay, einen A20-Pro-Chip im 2-nm-Verfahren und einen Preis um die 2000 Euro. Auch Xiaomi drängt: Der MIX Fold 5 mit 3-nm-Xuanjie-O3-Chip und 67-W-Schnellladung soll bereits im August kommen. Der Markt für Faltgeräte wird enger, die Konkurrenz aggressiver. Samsung hat mit der achten Generation vorgelegt – ob das reicht, wird sich zeigen, sobald die ersten Konkurrenzgeräte auf den Markt kommen.