Galeria: Warenhauskette beantragt zum vierten Mal Insolvenz
Düsseldorf. Galeria hat wegen erheblicher Liquiditätsprobleme am Freitagvormittag Insolvenzantrag am Amtsgericht Düsseldorf gestellt. Das bestätigte das Unternehmen in einer Mitteilung. Es ist die vierte Insolvenz seit 2020. Damit ist nicht ausgeschlossen, dass die Warenhauskette vor dem endgültigen Aus steht.
„Der Antrag schafft den rechtlichen Rahmen, um die aktuelle Situation zu ordnen, das Unternehmen zu stabilisieren und die Voraussetzungen für eine nachhaltige Zukunft von Galeria zu schaffen“, teilte das Unternehmen mit. Über weitere Entwicklungen werde man zeitnah informieren.
Unternehmenskreisen zufolge soll es sich bei dem Verfahren um eine Regelinsolvenz handeln, nicht um ein Verfahren in Eigenverwaltung. Als Insolvenzverwalter soll Frank Kebekus vorgeschlagen worden sein.
Am Donnerstagabend habe es ein Krisentreffen der Gesellschafter gegeben, berichtet ein Insider. Um 20.30 Uhr seien dann leitende Mitarbeiter informiert worden. Für 11 Uhr am Freitag sei eine Versammlung der Belegschaft angesetzt, hieß es in Firmenkreisen.
Für die rund 12.000 Mitarbeiter dürfte die Situation nun besonders kritisch werden. Experten halten es für extrem unwahrscheinlich, dass Galeria ein weiteres Mal Insolvenzgeld von der Bundesanstalt für Arbeit bekommt.