Galeria wieder insolvent: Fassungslosigkeit in Hamburg
Stand: 02.10.2026 16:07 Uhr
Der Warenhauskonzern Galeria hat am Freitag beim Amtsgericht in Düsseldorf wieder Insolvenz angemeldet. Es ist bereits die vierte innerhalb von sechs Jahren. In Hamburg arbeiten rund 400 Beschäftigte in den drei verbliebenen Filialen in der Mönckebergstraße, in Eimsbüttel und im Alstertal-Einkaufszentrum.
Der Betriebsrat ist fassungslos: In den vergangenen Jahren sei alles dafür getan worden, damit Galeria weitergeht, heißt es in einer Stellungnahme. Auch für Heike Lattekamp, Sprecherin der Gewerkschaft ver.di, ist die erneute Insolvenz für die Angestellten ein "Schlag ins Gesicht". Sie fordert jetzt eine schnelle Aufklärung, wie es für die Beschäftigten weitergeht.
Umsätze zuletzt eingebrochen
Grund für die Insolvenz sollen massive Umsatzeinbrüche sein. In den vergangenen Monaten sollen die Warenhäuser rund 15 Prozent weniger umgesetzt haben als im gleichen Zeitraum des Vorjahres.
Insgesamt 12.000 Beschäftigte
Insgesamt arbeiten für die Warenhauskette 12.000 Beschäftigte in 83 Filialen. Das Unternehmen soll nur noch rund zehn Millionen Euro zur Verfügung haben. Das Doppelte wäre aber nötig, um den Betrieb aufrecht zu erhalten.
Am Donnerstag hatte der US-Investor Gordon Brothers eine nötige weitere Finanzspritze abgelehnt. Im Juni hatte er bereits 160 Millionen Euro überwiesen.