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Gamescom: Kölner Spielemesse gesteht Fehler im Umgang mit Technikklau ein

Allgemein

Dieser Ausdruck wurde am 05.09.2026 erstellt und ist ausschließlich für den persönlichen Gebrauch lizenziert.

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Diebstähle auf Spielemesse Gamescom gesteht Fehler im Umgang mit Technikklau ein

Mehreren Indie-Entwicklern wurde auf der weltgrößten Spielemesse Hardware gestohlen, ein Betroffener trauerte vor der Kamera. Das Gamescom-Team konstatiert jetzt, es habe auf die Vorfälle zu herzlos reagiert.

05.09.2026, 15.59 Uhr

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Rund 368.000 Besucherinnen und Besucher aus 131 Ländern. Über 36.000 Fachbesucherinnen und Fachbesucher. 1743 Unternehmen auf 233.000 Quadratmetern Ausstellungsfläche. Mit solchen Fakten illustriert die Gamescom gern ihre Bedeutung. In den vergangenen Tagen landete die Kölner Videospielmesse aber auch deshalb international in den Schlagzeilen, weil sie offenbar unterschätzt hatte, welches Echo unangenehme Erlebnisse einiger Indie-Entwickler auslösen würden.

Den Entwicklern war in den Messehallen offenbar über Nacht Hardware wie Laptops gestohlen worden, was sie per Social Media öffentlich machten.

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Betroffen waren die Teams von iam8bit und Tessera Studios , wohl am stärksten verbreitete sich aber ein Kurzvideo des Einzelentwicklers Ryan Laley . Den Tränen nahe spricht er darin in die Kamera, die Gamescom sei für ihn durch den Diebstahl quasi vorbei.

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»Was für eine absolut beschissene Antwort«

Das Gamescom-Team teilte Laley daraufhin über die Plattform X mit, sie bedauere den Vorfall. In einem anderen Posting zu den Diebstählen wies es auf das optionale Angebot einer individuellen Standbewachung hin und auf ihre Empfehlung, dass Aussteller ihr Equipment gegen Diebstahl versichern sollten. Weiter hieß es: »Da Sicherheit für uns als Veranstalter oberste Priorität hat, macht es uns sehr traurig zu sehen, dass Indie-Entwickler betroffen sind. Bei einer Veranstaltung dieser Größenordnung wird es jedoch immer Einzelpersonen geben, die versuchen, die Situation auszunutzen.« Die Rede war auch von »Einzelfällen«.

Für viele Social-Media-Nutzer, darunter auch Entwickler, las sich diese Stellungnahme wie: Da kann man nicht viel machen und vielleicht hätten die Betroffenen einfach mehr Geld für Sicherheit ausgeben sollen. Der Backlash im Netz jedenfalls war groß, »The Verge«-Autor Tom Warren etwa kommentierte: »Was für eine absolut beschissene Antwort.« »Indie Game Joe«, ein anderer Kritiker der Reaktion , schrieb, dass es nicht das erste Jahr mit Equipment-Diebstählen auf der Gamescom sei.

Ein ganz anderer Ton

Am Freitag ging das Gamescom-Team nun erneut auf das Thema ein, in anderem Ton. »In den letzten Tagen haben wir viel Kritik dafür erhalten, wie wir über den Diebstahl von Hardware mehrerer Indie-Entwickler kommuniziert haben. Diese Kritik ist berechtigt«, heißt es in der neuen Mitteilung. »Unsere erste Reaktion traf nicht den richtigen Ton und zeigte den Betroffenen nicht das Mitgefühl, das sie verdient hätten. Das tut uns leid.«

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Im neuen Post wird jetzt auch betont: »Ein solcher Diebstahl ist weit mehr als nur ein materieller Verlust. Er kann den Betroffenen die gesamte Gamescom ruinieren und Arbeit zerstören, in die Monate oder Jahre gesteckt wurden – Arbeit, die für ein kleines Studio fast alles bedeuten kann. An alle Betroffenen: Wir verstehen, was euch das gekostet hat, und das hätten wir vom ersten Moment an zum Ausdruck bringen sollen.«

Die Sicherheitsvorkehrungen werden geprüft

Den Betroffenen wie Ryan Laley hatten noch während der Messe verschiedene Internetnutzer, aber auch Firmen wie CD Projekt Red Hilfe angeboten. Dazu kommentierte das Gamescom-Team nun, es sei tief bewegt davon, wie die Branche reagiert habe.

Es selbst sei nach den Vorfällen entschlossen, gezielt die Sicherheitsvorkehrungen für Indie-Aussteller zu überprüfen. »In den kommenden Wochen werden wir die Organisatoren gemeinsamer Indie-Stände zu einem runden Tisch einladen, damit wir gemeinsam konkrete Maßnahmen erarbeiten können«, heißt es.

Außerdem, so das Gamescom-Team, bitte man jeden Aussteller, der einen Vorfall erlebt habe, diesen zu melden – sowohl bei den Veranstaltern als auch bei der Polizei. Das gelte auch für Fälle, die bereits länger zurückliegen.

mbö

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