Gasspeicher: Grüne fordern Gasgipfel wegen niedriger Speicherstände
Aufgrund der niedrigen Füllstände der Speicher fordern die Grünen einen Gasgipfel. Die Bundesregierung mache ihre Hausaufgaben nicht, sagte der energiepolitische Sprecher der Grünen-Bundestagsfraktion, Michael Kellner. »Die leeren Speicher bringen uns in eine gefährliche Abhängigkeit von amerikanischem Flüssiggas (LNG).« Von US-Präsident Donald Trump abhängig zu sein, sei keine gute Idee. Die zögerliche Politik der Bundesregierung schade Deutschland und Europa, sagte Kellner.
Die Gasspeicher sind derzeit etwa zu 50 Prozent gefüllt. Im vergangenen Jahr waren es zum gleichen Zeitpunkt 67 Prozent. Dieses Jahr war es wegen des Irankriegs für Gashändler vermehrt nicht möglich, im Sommer günstige Vorräte für die Speicher einzukaufen. Viele Firmen zögern daher wegen erhöhten Energiepreisen.
Staatlich vorgegebene Befüllung der Speicher bis November fast unmöglich
Experten aus der Branche hatten kürzlich gesagt, es sei kaum noch möglich, die staatlich vorgegebene Befüllung der Gasspeicher von 70 Prozent bis Anfang November zu schaffen. Die Gasversorgung sei jedoch nicht allein von den Speichern abhängig, sondern auch von LNG- und Pipeline-Lieferungen, sagte der Präsident der Bundesnetzagentur, Klaus Müller, dem Handelsblatt. »Mit dem aktuellen Stand der Speicherbefüllung kann man noch nicht zufrieden sein.« Er sei dennoch überzeugt, dass die Gashändler auch darauf achteten, die Lieferverpflichtungen ihren Kunden gegenüber zu erfüllen, sagte Müller.