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Gasspeicher in Thüringen: Niedrigster Stand seit Jahren

Wirtschaft

Engpass im Winter?

Gasspeicher in Thüringen deutlich leerer als in Vorjahren

Stand: 10.09.2026 05:00 Uhr

Deutschlandweit erreichen die Gasspeicher aktuell ungewöhnlich niedrige Werte. Thüringen macht keine Ausnahme. Verbraucher dürften die Entwicklung vor allem über steigende Gaspreise zu spüren bekommen.

von MDR THÜRINGEN

Die Gasspeicher sind kurz vor Beginn der Heizperiode deutlich schlechter gefüllt gewesen als in den vergangenen Jahren. Wie die Thüringer Energie AG (Teag) mitteilte, lag der Füllstand ihres Speichers in Allmenhausen im Kyffhäuserkreis und Kirchheilingen im Unstrut-Hainich-Kreis zuletzt bei 43 Prozent. Beide Speicher haben eine gemeinsame Ein- und Ausspeicheranlage.

Nach Angaben des Unternehmens sind die aktuell hohen Gaspreise dafür ein Grund. Die Versorger hätten deshalb bislang mit dem Einkauf größerer Gasmengen gewartet. Dennoch geht die Teag davon aus, dass der Speicher bis zum Winteranfang zu mindestens 80 Prozent gefüllt sein wird.

Niedrige Füllstände auch bundesweit

Auch deutschlandweit sind die Gasspeicher nach Angaben von Andreas Goldthau von der Universität Erfurt vergleichsweise schlecht gefüllt. Er bezifferte den durchschnittlichen Füllstand auf 54 Prozent. Nach seinen Angaben sei das der niedrigste Wert zu diesem Zeitpunkt seit Beginn der Erhebungen.

Goldthau bezeichnete die Situation als kritisch. Mit Versorgungsengpässen rechne er jedoch nicht.

Gaspreise deutlich gestiegen

Für Verbraucher dürften sich die Entwicklungen vor allem bei den Kosten bemerkbar machen. Nach den vorliegenden Angaben kostete europäisches Erdgas zuletzt mehr als 79 Euro pro Megawattstunde. Im Juli lag der Preis noch bei rund 40 Euro pro Megawattstunde.

Die Verbraucherzentrale verwies in diesem Zusammenhang auf ihre kostenlose Energieberatung. Dort werde aufgezeigt, wie sich mit einfachen Maßnahmen Gas einsparen lasse.

Hinweis: In einer ersten Version dieses Textes hatten wir geschrieben, die Teag gehe von einem Speicherstand von 90 Prozent zu Beginn des Winters aus. Das ist nicht korrekt, es sind 80 Prozent. Wir bitten den Fehler zu entschuldigen

MDR (beu/kw/sar)

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