Gasversorgung: Sefe befüllt für Ministerin Reiche deutsche Gasspeicher
Berlin. Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) hat den bundeseigenen Gasimporteur Sefe dazu bewegt, Erdgas einzukaufen, um den Füllstand der Gasspeicher in Deutschland zu erhöhen. Das erfuhr das Handelsblatt aus Regierungskreisen.
Den Angaben zufolge hat Sefe bereits mit Einkäufen begonnen. Die Einkäufe erfolgten „in kleinen Schritten“, sie sollen möglichst unter der Radarschwelle der anderen Marktteilnehmer blieben. Es bestehe eine realistische Chance, die Befüllung „minimalinvasiv und kosteneffizient umzusetzen“.
Ziel sei es, den Füllstand der Gasspeicher auf einen Wert über 70 Prozent zu heben. Aktuell liegt er bei knapp 56 Prozent, in den vergangenen Tagen ist somit schon ein leichter Anstieg zu verzeichnen. Erste Reaktionen von Branchenvertretern waren positiv: „Ich finde es richtig“, sagte ein Manager aus der Gasbranche, der nicht genannt werden wollte.
Reiche vollzieht damit eine Kehrtwende. Bislang hatte die Ministerin Eingriffe des Staates zur Befüllung der Speicher abgelehnt, weil sie fürchtete, damit die Preise weiter in die Höhe zu treiben. Sie hatte dafür in den vergangenen Wochen Kritik einstecken müssen – auch aus den eigenen Reihen.