Gazastreifen: Satellitenbilder zeigen: Ein Erdwall, 23 Kilometer lang
Israel schafft im Gazastreifen neue Tatsachen. Wie aktuelle Satellitenbilder zeigen, hat die israelische Armee entlang der von ihr kontrollierten sogenannten Gelben Line einen 23 Kilometer langen Erdwall gebaut. Das berichtet die Nachrichtenagentur AP. Die israelische Armee hat den Bau der Barriere demnach bestätigt. Als Reaktion auf die barbarischen Massaker der Hamas am 7. Oktober 2023 hatte Israels Armee den schmalen Küstenstreifen angegriffen, so verheerend wie nie zuvor. Seit dem vergangenen Oktober gilt offiziell ein Waffenstillstand. Bis dahin sollen nach ZEIT-Recherchen bis zu 100.000 Palästinenserinnen und Palästinenser getötet worden oder gestorben sein. Entsprechend dem von der Trump-Regierung mitverhandelten Waffenstillstand zwischen Israel und der Hamas hält Israel weiterhin einen Großteil des palästinensischen Gebietes besetzt, aktuell sind es 70 Prozent. Dass Israel dieses Gebiet wieder zurückgibt, gilt zurzeit als unwahrscheinlich. Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu hatte wiederholt offiziell erklärt, dort Pufferzonen errichten zu wollen. Der rechtsextreme Finanzminister Bezalel Smotrich etwa drängt auf eine komplette israelische Besiedlung des Gazastreifens: Es werde »keinen Rückzug aus den Gebieten, die wir erobert haben«, geben, drohte er im vergangenen Jahr. Im März forderte er die dauerhafte Besatzung des Südlibanon: »Der Litani muss unsere neue Grenze werden.«