Gefälschtes Corona-Impfzertifikat? Ermittlungen gegen Xhaka
Granit Xhaka soll Anfang Oktober von der Luzerner Staatsanwaltschaft vernommen werden. Auch eine Ärztin gerät ins Visier der Behörden. Es geht um ein möglicherweise gefälschtes Corona-Impfzertifikat.
Gegen den früheren Bundesligaprofi Granit Xhaka wird in seiner Schweizer Heimat wegen eines möglicherweise gefälschten COVID-Impfzertifikats ermittelt. Dies bestätigte die Staatsanwaltschaft des Kantons Luzern auf Anfrage des SRF. Die Boulevard-Zeitung "Blick" hatte zunächst darüber berichtet. Für Xhaka und eine in den Fall angeblich verwickelte Ärztin gilt die Unschuldsvermutung.
Der "Blick" berichtete, dass die Polizei im Jahr 2023 die Praxisräume der Medizinerin durchsucht und Beweise gesichert haben soll. Xhaka werde Anfang Oktober bei der Luzerner Staatsanwaltschaft vernommen.
In den Ermittlungen gehe "es darum zu klären, ob ein strafrechtlich relevantes Verhalten vorliegt im Zusammenhang einer möglichen Erschleichung einer falschen Beurkundung oder/und Urkundenfälschung (Corona-Zertifikate)", hieß es in einer Mitteilung des Informationsbeauftragten der Staatsanwaltschaft des Kantons Luzern, die mehrere Schweizer Medien zitieren.
Xhaka steht Behörden "uneingeschränkt" zur Verfügung
Xhaka ließ über seinen Sprecher mitteilen, dass er "den Behörden uneingeschränkt und in voller Transparenz zur Verfügung" stehe. Cornel Borbély, Anwalt der Ärztin, sagte auf "Blick"-Anfrage: "Meine Klientin sagt, sie habe Xhaka geimpft." Es sei den Vorgaben entsprechend verlaufen.
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Der Schweizer Fußballverband teilte auf SRF-Anfrage mit, dass "Stand jetzt keine verlässlichen Informationen" vorlägen und es deshalb kein weiteres Statement geben würde. Die Schweizer Nationalmannschaft absolviert in der Länderspielpause vier Partien in der Nations League, Xhaka ist für die Spiele in Nordmazedonien (26. September), in Schottland (29. September), gegen Slowenien (3. Oktober) und im zweiten Vergleich mit Nordmazedonien (6. Oktober) fest eingeplant. (SID/bearbeitet von lh)