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Gegen Abrisspläne von Donald Trump: Protestierende bilden Menschenkette um Kennedy Center

Welt

Dieser Ausdruck wurde am 19.09.2026 erstellt und ist ausschließlich für den persönlichen Gebrauch lizenziert.

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Abrisspläne von Donald Trump Protestierende bilden Menschenkette um Kennedy Center

In Washington haben Hunderte für den Erhalt des Kennedy Centers demonstriert. Zuvor provozierte der US-Präsident mit Plänen zum Abbruch der Kultureinrichtung – wohl, weil sein Name nicht an der Fassade stehen darf.

19.09.2026, 11.32 Uhr

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Demonstranten haben in der US-Hauptstadt Washington am Freitagabend eine Menschenkette um das Kennedy Center gebildet. Insgesamt mehr als 1000 Menschen protestierten vor dem renommierten Kulturzentrum gegen einen von US-Präsident Donald Trump verfügten Abriss. Sie sangen Lieder und trugen Plakate, auf denen etwa zu lesen war: »Hände weg vom Kennedy Center«.

Trump hatte am Dienstag die sofortige Schließung des Kennedy Centers verkündet. Seit Mittwoch ist das Gebäude mit Bauzäunen abgesperrt. Hintergrund ist ein Rechtsstreit über die Frage, ob Trumps Name an der Fassade angebracht werden soll. Ein US-Bundesrichter hatte dies zuvor erneut verweigert. Trump brachte daraufhin einen Abriss des Gebäudes ins Spiel. Fotos, auf denen er mit entsprechenden Plänen zu sehen ist, sorgten vor wenigen Tagen für Aufsehen.

Filme mit Charlie Chaplin

»Da wird mir ganz übel«, sagte Neal Racioppo, einer der Protestierenden. Er habe im Kennedy Center Theaterstücke, Ballettaufführungen und Filme gesehen. Seine Tochter habe sich dort ihren ersten Film mit Charlie Chaplin angeschaut. »Zu hören, wie eine Fünfjährige über einen hundert Jahre alten Witz lacht, hat mir die Tränen in die Augen getrieben.« Trump wolle diesen Ort der Welt vorenthalten, weil er seinen Namen nicht auf dem Gebäude verewigen könne, sagte Racioppo.

Die Kultureinrichtung war im Jahr 1971 zu Ehren des ermordeten US-Präsidenten John F. Kennedy eröffnet worden. Trump warf der Leitung nach seinem erneuten Amtsantritt im Januar 2025 eine links-woke Haltung vor und setzte sich selbst an die Spitze eines Verwaltungsrats mit handverlesenen Mitgliedern.

Das Gremium beschloss im vergangenen Dezember, das Haus in »Donald J. Trump and John F. Kennedy Memorial Center for the Performing Arts« umzubenennen. Trumps Name wurde daraufhin in Großbuchstaben auf der Fassade über dem Kennedys angebracht. Gerichte erklärten dies jedoch für unrechtmäßig, da nur der Kongress eine Namensänderung beschließen kann.

Die Schließung des Zentrums begründete Trump mit angeblich notwendigen Renovierungsarbeiten in Millionenhöhe. Er sagte, dafür müsse seine Regierung auf jeden Fall »Anerkennung« erhalten. Ansonsten werde das Zentrum für immer schließen. »Am Ende wird es abgerissen«, drohte er.

msk/AFP

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