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Geheimdienst warnte vor Massenankunft von Migranten

Welt

Dieser Ausdruck wurde am 10.09.2026 erstellt und ist ausschließlich für den persönlichen Gebrauch lizenziert.

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Neue Dokumente veröffentlicht Spanischer Geheimdienst warnte Behörden vor Ansturm auf Ceuta

Die spanische Regierung hat bislang geheime Unterlagen zur Migrationskrise in Ceuta freigegeben: Demnach informierte der Geheimdienst CNI einen Tag vor dem Massenandrang über einen möglichen »Überfall über Land und Meer«.

10.09.2026, 02.39 Uhr

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Der spanische Geheimdienst CNI hat die Behörden in Ceuta einen Tag vor der Massenankunft von Migranten Ende Juli vor einem möglichen »Überfall über Land und Meer« auf die Nordafrika-Exklave gewarnt. Das geht aus geheimen Unterlagen hervor, die von der Regierung von Ministerpräsident Pedro Sánchez in Madrid nun freigegeben wurden.

Demnach informierte der CNI am 29. Juli sowohl die Regierungsvertretung in Ceuta als auch die Polizeieinheit Guardia Civil über Aufrufe in sozialen Netzwerken, am folgenden Tag die Grenze zu überqueren. Laut diesen Warnungen hatten zwei entsprechende Facebook-Gruppen zusammen rund 180.000 Follower.

In einer weiteren Mitteilung des CNI war von geplanten Versuchen die Rede, schwimmend und über den Grenzzaun nach Ceuta zu gelangen. Der CNI informierte nach den jetzt freigegebenen Unterlagen auch die marokkanischen Behörden.

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Am 30. und 31. Juli gelangten mehr als 72.000 Menschen zu Fuß oder schwimmend von Marokko nach Ceuta. Die meisten kehrten kurz darauf zurück oder wurden zurückgebracht. Tausende halten sich jedoch weiterhin in der spanischen Exklave auf. Dutzende Menschen kamen bei dem Massenandrang ums Leben (eine Rekonstruktion der Ereignisse können Sie hier nachlesen ).

Das sagt Sánchez zu den neuen Unterlagen

Die Regierung gab rund 40 Dokumente aus der Zeit zwischen dem 1. Juli und dem 1. August frei. Sánchez will damit nach eigenen Angaben belegen, dass die Regierung vor der Massenankunft nicht vor einer solchen Dimension gewarnt worden sei. Er erklärte, der Aufruf in sozialen Netzwerken sei bekannt gewesen, er »bildete aber in keiner Weise einen Indikator für das Ausmaß, die Art oder die Wahrscheinlichkeit dessen, was danach geschah, und konnte auch nicht so interpretiert werden«. Der CNI habe selbst nur »per Nachricht und kurzem Telefonat« darüber informiert, aber keine »größere Warnung« zum Beispiel an das Verteidigungsministerium geschickt.

Die EU hatte am Nachmittag angekündigt, Spanien etwa 115 Millionen Euro zur Bewältigung der Migrationskrise in Ceuta zur Verfügung zu stellen. Mit dem Geld sollen der Grenzschutz und die Grenzüberwachung verstärkt werden. Zudem geht es um die menschenwürdige Unterbringung unbegleiteter Minderjähriger und die Rückführung von Menschen ohne Aufenthaltsrecht, wie die EU-Kommission mitteilte.

Der spanische Außenminister José Manuel Albares nannte die Ankündigung am Abend nach Gesprächen mit EU-Vertretern fantastisch. Zugleich machte er deutlich, dass dies aus spanischer Sicht nur ein erster Schritt sein könne.

Nach dem Ansturm auf Ceuta steht das Krisenmanagement des Ministerpräsidenten in der Kritik. Spanien rätselt: Warum nimmt Pedro Sánchez Marokko in Schutz? Mehr dazu erfahren Sie hier .

aar/dpa/AFP

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