DAX -0,22 % 25.099,00 Pkt 18:00:00 MDAX -0,05 % 31.965,53 Pkt 18:00:00 Euro Stoxx 50 +1,14 % 6.280,94 Pkt 18:00:00 Dow Jones -0,52 % 51.947,25 Pkt 23:26:43 S&P 500 -1,16 % 7.411,98 Pkt 23:26:35 Nasdaq -2,78 % 24.975,82 Pkt 23:15:59 Nikkei -2,73 % 64.611,15 Pkt 08:45:03 Gold +0,08 % 4.070,80 USD 22:59:59 Silber +0,43 % 58,91 USD 22:59:55 Brent 0,00 % 96,78 USD 22:59:55 WTI 0,00 % 89,31 USD 22:59:59 Bitcoin -0,02 % 64.298,69 USD 09:25:24 EUR/USD -0,32 % 1,13750 USD 23:29:21 EUR/GBP 0,00 % 0,85320 GBP 06:49:20 EUR/CHF +0,06 % 0,92970 CHF 06:49:20 EUR/JPY +0,08 % 186,245 JPY 23:29:21

Gehirnforschung: Menschliche Neuronen sind 70% komplexer als bei Ratten

Allgemein

Aktuelle Studien zeigen überraschende Parallelen zwischen verschiedenen Spezies – und eine hohe individuelle Ausprägung der Informationsverarbeitung. Die Sortierlogik der Fische Forschungsergebnisse vom 10. Juli 2026 in Science belegen: Die sensorische Sortierlogik bei Larvenzebrafischen ist komplexer als bislang angenommen. Ein Team unter Prof. Emre Yaksi vom Kavli Institute in Trondheim fand heraus, dass diese Tiere ein spezielles Netzwerk nutzen – den präglomerulären Komplex (PG) und eine palliale Hierarchie. Diese Struktur funktioniert analog zum thalamokortikalen Netzwerk von Säugetieren. Ergänzend dazu zeigt eine Studie der Hebrew University of Jerusalem: Neuronale Entladungen im Pallium von Zebrafischen können soziale Interaktionen vorhersagen. Ein spezifischer neuronaler Impuls geht einer sozialen Annäherung voraus. Wurden diese Zellen zerstört, unterblieb das Sozialverhalten. Die Autoren vermuten ähnliche Prozesse beim Menschen. Menschliche Nervenzellen: Komplexer als gedacht Die funktionale Leistungsfähigkeit menschlicher Gehirnzellen übersteigt jene anderer Säugetiere deutlich. Eine Untersuchung vom 9. Juli 2026 in PNAS zeigt: Einzelne kortikale Neuronen des Menschen weisen einen funktionalen Komplexitätsindex (FCI) von 0,3803 auf – bei Ratten liegt der Wert bei 0,2244. Forscher führen dies auf größere dendritische Strukturen und stärkere Aktivität der NMDA-Rezeptoren zurück, besonders in den Schichten 2 und 3 des Cortex. Blickmuster wie Fingerabdrücke Forscher des Dartmouth College publizierten im Juni 2026 Ergebnisse, wonach Blickmuster in virtuellen Umgebungen so einzigartig wie Fingerabdrücke sind. Mithilfe von maschinellem Lernen konnten Personen anhand ihrer konzeptuellen Prioritäten beim Betrachten neuer Umgebungen identifiziert werden. Anzeige Die Wissenschaft zeigt, wie komplex unsere grauen Zellen arbeiten, doch im Alltag können Konzentration und Gedächtnis nachlassen. Dieser kostenlose Ratgeber verrät Ihnen 11 einfache Alltagsübungen, mit denen Sie Ihre geistige Fitness effektiv stärken und Demenz gezielt vorbeugen. 11 Alltagsübungen für ein fittes Gehirn kostenlos sichern Eine Studie der Universität Gießen untersuchte das „visuelle Rosinenpicken": Personen mit Tendenz, bevorzugt Gesichter zu fixieren, verfügen über größere entsprechende Verarbeitungsareale im Gehirn. Bei Präferenz für Text gilt das analog für Wortverarbeitungsareale. Dass Gesichtserkennung kein rein visueller Prozess ist, belegte eine Untersuchung der Universität Jena vom April 2026. Biografisches Hintergrundwissen verstärkt die neuronale Repräsentation einer Person bereits 250 bis 350 Millisekunden nach dem ersten Reiz. Wenn Design krank macht Die zunehmende Komplexität künstlicher Umgebungen stellt das menschliche Gehirn vor Herausforderungen. Eine internationale Übersichtsarbeit in Vision vom 9. Juli 2026 warnt vor visuellem Stress durch moderne Designgeometrie. Wiederholte Muster und hohe Kontraste könnten den visuellen Kortex überlasten. Das betreffe besonders Menschen mit Migräne, Autismus oder ADHS. Die Autoren fordern neuro-inklusive Aspekte in der Gestaltung. Technik nach dem Vorbild des Gehirns Forscher der Northwestern University stellten einen Memtransistor aus Molybdändisulfid vor, der die Funktion des Kleinhirns imitiert. Diese Technik erkennt Anomalien in EKG-Daten doppelt so schnell wie herkömmliche KI-Systeme – bei massiv reduziertem Rechenaufwand. Neues Medikament gegen neurodegenerative Erkrankungen Ein Team der University of Arizona unter Prof. Xinglong Wang entwickelte ein neues Medikament namens XL20. Es blockiert eine toxische Region des TDP-43-Proteins. In präklinischen Tests an Tiermodellen konnte so das Überleben von Motoneuronen gesichert und die Lebensdauer verlängert werden. Das könnte für die Behandlung von ALS und bestimmten Demenzformen relevant sein. Anzeige Wenn die kognitive Leistung nachlässt, stellt sich oft die Frage, ob es sich um normale Vergesslichkeit oder erste Warnsignale einer Demenz handelt. Erhalten Sie mit diesem von Experten entwickelten 7-Fragen-Test in nur zwei Minuten eine anonyme und kostenlose Einschätzung. Jetzt zum kostenlosen Demenz-Selbsttest Schlaf als Reparaturprogramm Wissenschaftler der UC Berkeley identifizierten einen spezifischen Schaltkreis im Hypothalamus. Dieser steuert im Tiefschlaf die Ausschüttung von Wachstumshormonen und ist direkt an der Muskelreparatur beteiligt. Die Entdeckung dieses Rückkopplungsmechanismus über den Locus coeruleus bietet neue Ansätze für die Therapie von Schlaf- und Stoffwechselstörungen.

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