DAX +0,15 % 25.410,84 Pkt 18:00:00 MDAX +0,67 % 30.287,68 Pkt 18:00:00 Euro Stoxx 50 +0,79 % 6.116,23 Pkt 18:00:00 Dow Jones -0,96 % 52.361,58 Pkt 21:43:41 S&P 500 +0,17 % 7.676,77 Pkt 21:43:43 Nasdaq +0,62 % 26.169,38 Pkt 22:15:59 Nikkei -0,80 % 62.189,65 Pkt 07:45:03 Gold -0,42 % 4.021,30 USD 00:49:02 Silber -0,70 % 53,96 USD 00:48:42 Brent -0,33 % 110,37 USD 00:47:50 WTI -0,28 % 101,48 USD 00:48:50 Bitcoin -0,03 % 80.002,46 USD 00:59:21 EUR/USD -0,39 % 1,11770 USD 00:58:44 EUR/GBP +0,02 % 0,83730 GBP 00:59:18 EUR/CHF +0,52 % 0,92480 CHF 00:59:22 EUR/JPY +0,24 % 176,025 JPY 00:59:22

Gehtraining im Alter: Wer zügiger ging, war weniger gebrechlich

Gesundheit

Wenn die Kraft nachlässt und das Gehen schwerer fällt, könnte gezieltes Gehtraining helfen. Darauf deutet eine Studie mit älteren Menschen aus Seniorenwohnanlagen in den USA hin. Nach einem zügigen Gehprogramm erreichten rund 70 Prozent der Teilnehmer mit vorliegenden Abschlussdaten eine günstigere Einstufung ihrer Gebrechlichkeit. Bei gemütlichem Gehtraining waren es rund 46 Prozent. Wegen zahlreicher fehlender Abschlussdaten bleibt allerdings unsicher, wie verlässlich dieser Unterschied ist.

Wie das betreute Gehtraining ablief

An der in PLOS One veröffentlichten Studie nahmen 165 Menschen mit beginnender oder ausgeprägter Gebrechlichkeit teil. Sie kann sich unter anderem durch Erschöpfung, Muskelschwäche, langsames Gehen und geringe körperliche Aktivität zeigen und geht mit einem erhöhten Risiko für Krankenhausaufenthalte einher.

Die Wohnanlagen wurden zufällig einem intensiven oder einem gemütlichen Gehprogramm zugeteilt. Beide Gruppen trainierten über 16 Wochen dreimal wöchentlich in jeweils 45-minütigen Einheiten. Geschulte Mitarbeiter betreuten jeden Teilnehmer einzeln und überwachten die Belastung. Zu Beginn wurde diese schrittweise gesteigert. In die Auswertung gingen Daten von 105 Teilnehmern ein. Sie waren durchschnittlich 79 Jahre alt, etwa zwei Drittel nutzten eine Gehhilfe.

Nach 16 Wochen weniger gebrechlich und besser zu Fuß

Für die abschließende Beurteilung der Gebrechlichkeit lagen Daten von 102 Teilnehmern vor. In der intensiven Gruppe verbesserten sich 32 von 46 Menschen um mindestens eine Kategorie, in der Vergleichsgruppe 26 von 56. Das bedeutete beispielsweise einen Wechsel von ausgeprägter zu beginnender Gebrechlichkeit. Wer eine günstigere Einstufung erreichte, war also nicht zwangsläufig frei davon.

Auch die übliche Gehgeschwindigkeit und die Strecke im Sechs-Minuten-Gehtest verbesserten sich mit intensivem Training stärker. Beim Gehtest fiel der Zugewinn im Vergleich zur gemütlich trainierenden Gruppe um rund 49 Meter größer aus.

Wie belastbar sind die Ergebnisse?

Bei rund 36 Prozent der ursprünglich aufgenommenen Teilnehmer fehlten Abschlussdaten. Berücksichtigten die Forscher diese in ergänzenden Berechnungen, ließ sich der Vorteil des intensiven Trainings bei der Gebrechlichkeit statistisch nicht mehr eindeutig nachweisen.

Zudem gab es keine Vergleichsgruppe ohne Gehtraining. Wie viel die beiden Programme gegenüber dem bisherigen Alltag bewirkten, lässt sich deshalb aus dieser Studie nicht sicher ableiten. Ob die Verbesserungen langfristig bestehen, bleibt ebenfalls offen.

Was bedeutet das für das Gehen im Alltag?

Die Untersuchung liefert Hinweise, dass ein höheres Gehtempo innerhalb eines betreuten Programms Vorteile haben könnte. Ob selbstständiges Training ähnlich wirkt, wurde nicht untersucht.

Die Eignung der Teilnehmer wurde vorab geprüft, die Belastung während des Trainings überwacht. Wer selbst ein intensiveres Gehtraining beginnen möchte, sollte deshalb zunächst mit seinem Arzt klären, welche Belastung individuell geeignet ist.

← Zurück zu News

Bereit für Ihre kostenlose E-Mail?

512 MB Speicher, modernes Webmail und ein News-Portal — kostenlos starten.

Jetzt kostenlos registrieren