Geldanlage: Sind gehebelte ETFs besser als ihr Ruf?
Düsseldorf. Verbraucherschützer und Anlageprofis warnen beständig vor gehebelten ETFs. Die börsengehandelten Fonds sollen die tägliche Börsenbewegung verdoppeln. Allerdings seien sie zu kompliziert für Privatanleger und bürgen ein überproportional hohes Verlustrisiko, so die Kritik.
Dabei wirkt ihre Rendite überzeugend. Der Vergleichsplattform JustETF zufolge können Anlegerinnen und Anleger in Deutschland derzeit zwischen zehn gehebelten Aktien-ETFs wählen. Jeder von ihnen weist seit seiner Auflage eine bessere Performance auf als die ungehebelte Variante.
Besonders deutlich ist die Differenz beim zweifach gehebelten ETF des Anbieters Amundi auf den US‑Technologieindex Nasdaq 100. Seit der Auflage im Jahr 2006 ist der ETF um 13.000 Prozent gestiegen, zeigen Daten des Finanzdienstes Bloomberg. Ein klassischer Nasdaq-ETF stieg im selben Zeitraum um knapp 2000 Prozent. Sind gehebelte ETFs also besser als ihr Ruf?