Geldanlage: Warum die SAP-Aktie eine heiße Spekulation ist, aber keine Zockerei
Düsseldorf. Die SAP-Aktie ist in der vergangenen Woche um sechs Prozent gestiegen, auf Sicht eines Monats ist sie mit einem Plus von 21 Prozent die beste Aktie im Dax. Seit dem Tief Ende Juni summiert sich der Gewinn auf etwas mehr als 30 Prozent. Zuvor war der Titel seit dem Rekordhoch im Februar vergangenen Jahres um 55 Prozent gefallen. Um das wieder aufzuholen, muss die Aktie um 122 Prozent steigen. Die Unternehmensbilanz bietet keinen Anlass für derart große Kurskapriolen, SAP liefert Quartal für Quartal gute Zahlen. Zwischen April und Juni stiegen die wichtigen Cloud-Umsätze um 22 Prozent. Die noch wichtigere Kennziffer der kurzfristig verbuchbaren Cloud-Erlöse erhöhte sich sogar um 27 Prozent. SAP gelingt es damit ausgezeichnet, neue Cloud-Verträge abzuschließen. Mit voraussichtlich rund acht Milliarden Euro dürfte SAP in diesem Jahr den bisherigen Rekord-Nettogewinn aus dem vorangegangenen Geschäftsjahr um eine Milliarde Euro übertreffen. Damit verflüchtigen sich zwischenzeitliche Sorgen erst einmal, wonach Künstliche Intelligenz (KI) das Geschäftsmodell gefährdet und dazu führen könnte, dass Unternehmen ihre Buchhaltung und ihr Finanzwesen mit KI-Agenten abwickeln können anstatt mit teurer SAP-Software.