Geldpolitik: Trump weitet Angriff auf die Fed aus
Washington. Präsident Donald Trump und seine Verbündeten intensivieren einem Bericht zufolge ihre Bemühungen, die US-Notenbank Federal Reserve nach ihren Vorstellungen umzugestalten – ungeachtet eines Urteils des Obersten Gerichtshofs, das diese Woche die Entlassung von Gouverneurin Lisa Cook vorläufig blockierte. Führende Regierungsvertreter und außenstehende Verbündete prüfen laut einem Bericht der Finanznachrichtenagentur Bloomberg aktiv Wege, um Mitglieder des Fed-Gouverneursrats in Washington aus dem Amt zu jagen – und durch Trump-Unterstützer zu ersetzen. Das berichten mit der Angelegenheit vertraute Personen. Cook bleibe ein Ziel, obwohl das Gericht ihr den Verbleib im Amt vorerst gestattet habe – ebenso wie der frühere Fed-Chef Jerome Powell. Das Urteil des Supreme Court stärkte zwar formal die Unabhängigkeit der Notenbank von der Exekutive. Doch einige Fed-Beobachter wiesen auf die Enge der Entscheidung hin und warnten, sie schütze die Zentralbank nicht vollständig vor künftigen politischen Angriffen. Trumps Verbündete lesen das Urteil als verfahrenstechnischen Fahrplan: Sie wollen es nutzen, um Cook auf rechtssicherem Weg aus dem Amt zu drängen.